ÖBB und Westbahn

Zug-Chaos! Mega-Baustelle sorgt für geänderte Fahrpläne

Bahnfahrer brauchen ab Sonntag starke Nerven: Großbaustellen mischen Fahrplan von ÖBB und Westbahn kräftig auf. "Heute" liefert die Übersicht.
Österreich Heute
13.06.2026, 18:06
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Ab Sonntag (14. Juni) wird Bahnfahren für viele zur Geduldsprobe. Wegen einer monatelangen Großbaustelle der Deutschen Bahn kommt es auf zahlreichen Verbindungen zu längeren Fahrzeiten, geänderten Abfahrten und einzelnen Zugausfällen.

Besonders betroffen sind Reisende Richtung Deutschland, Tirol und Vorarlberg.

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Die Deutsche Bahn sperrt die wichtige Strecke zwischen Passau und Obertraubling bei Regensburg von 14. Juni bis 12. Dezember komplett. Die Folgen reichen weit über Deutschland hinaus und treffen auch den Bahnverkehr in Österreich.

Westbahn: Eine gute und eine schlechte Nachricht

Immerhin: Bei der WESTbahn bleibt das Angebot zwischen Wien und Salzburg unverändert bestehen. Auch die Direktverbindungen von Wien in den Pinzgau und Pongau sowie retour fahren weiterhin dreimal täglich. Halte in Zell am See und St. Johann im Pongau bleiben bestehen.

Ganz ohne Einschränkungen geht es aber auch dort nicht. Fahrten nach Innsbruck und München dauern künftig bis zu 15 Minuten länger.

Wer nach Vorarlberg unterwegs ist, muss sogar mit bis zu 30 Minuten zusätzlicher Reisezeit rechnen.

Auch die Westbahn passt den Fahrplan vorübergehend zeitlich befristet an.
Westbahn

Besonders bitter für Reisende nach Deutschland: Lindau wird während der Bauarbeiten vorübergehend überhaupt nicht angefahren.

Auch bei den täglichen Verbindungen nach Stuttgart gibt es Änderungen. Die Züge fahren künftig ohne Halt im Münchner Hauptbahnhof. Fahrgäste müssen stattdessen in München Ost oder München Pasing ein- beziehungsweise aussteigen. Westbahn-Züge von/nach München halten in Prien am Chiemsee. Alles Details findest du auch HIER.

München wird zur Mega-Drehscheibe

Noch stärker betroffen sind die ÖBB-Verbindungen Richtung Deutschland. Weil die Strecke über Passau komplett gesperrt wird, fällt die ICE-Linie zwischen Wien und Nürnberg für ein halbes Jahr weg.

Als zentrale Ausweichroute setzen die ÖBB auf München Hauptbahnhof. Der bayerische Verkehrsknoten wird in den kommenden Monaten zur wichtigsten Drehscheibe für Reisen zwischen Österreich und Deutschland.

Diese Auswirkungen haben die Baustellen für Zug-Reisende.
ÖBB

Die Railjet-Xpress-Züge zwischen Wien, Linz, Salzburg und München verkehren weiterhin alle zwei Stunden, benötigen aber rund 15 Minuten länger. Zusätzlich werden zwei ICE-Verbindungen sowie drei EuroCity-Züge pro Richtung über Salzburg beziehungsweise Simbach am Inn nach München geführt.

Auch der Nightjet zwischen Wien und Hamburg beziehungsweise Amsterdam wird umgeleitet.

Bis zu 30 Minuten länger unterwegs

Die Auswirkungen sind auch innerhalb Österreichs deutlich spürbar. Zwischen Wien, Linz, Salzburg und Innsbruck verlängern sich die Fahrzeiten um etwa 15 Minuten.

Für Fahrgäste ins Tiroler Oberland und nach Vorarlberg wird es noch mühsamer: Hier müssen Reisende rund 30 Minuten mehr einplanen.

Westlich von Innsbruck werden zahlreiche Fernverkehrszüge zudem zeitlich verschoben. Richtung Vorarlberg fahren viele Verbindungen später ab, in Gegenrichtung starten sie entsprechend früher.

Der Hauptgrund für die Verzögerungen liegt im Güterverkehr. Rund 120 Güterzüge pro Tag, die normalerweise über Passau fahren würden, müssen während der Bauarbeiten über Salzburg, München und das sogenannte Deutsche Eck umgeleitet werden.

Sommer bringt weitere Probleme

Als wäre die Großbaustelle in Deutschland nicht genug, starten im Sommer auch umfangreiche Bauarbeiten im Tiroler Unterinntal.

➤ Zwischen 10. Juli und 16. September kommt es deshalb zu weiteren Änderungen im Fernverkehr. Reisende müssen sich auf spätere Ankünfte in Innsbruck sowie frühere Abfahrten Richtung Salzburg und Wien einstellen.

Im Sommer starten auch umfangreiche Bauarbeiten im Tiroler Unterinntal.
ÖBB / Chris Zenz

➤ Vom 22. August bis 16. September werden die Auswirkungen noch größer. Dann enden beziehungsweise beginnen Interregio-Züge in Wörgl und fahren nicht mehr bis Innsbruck. Als Ersatz halten bestimmte Railjet-Xpress-Züge zusätzlich in Jenbach.

Zeitpuffer einplanen

Sowohl ÖBB als auch WESTbahn empfehlen Fahrgästen, ihre Verbindung kurz vor Reiseantritt nochmals zu überprüfen und ausreichend Zeitpuffer einzuplanen.

Weitere Baustellen im deutschen Bahnnetz mit Auswirkungen auf Österreich sind bereits angekündigt. In den kommenden Jahren sollen auch die Strecken zwischen Freilassing, Rosenheim und München umfassend saniert werden.

Für Bahnfahrer heißt das: Die Geduldsprobe auf Schienen dürfte noch länger andauern.

{title && {title} } red, {title && {title} } 13.06.2026, 18:06
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