Wenn die Temperaturen über 35 Grad klettern, suchen auch Hunde jede Möglichkeit zur Abkühlung. Ein Sprung in den nächsten Springbrunnen wirkt da verlockend – doch genau das kann für Vierbeiner zum Gesundheitsrisiko werden. Experten raten deshalb klar davon ab.
Bei Sommerhitze möchten viele Hundebesitzer ihren Lieblingen schnell Erleichterung verschaffen. Doch öffentliche Spring- und Zierbrunnen sind weder als Hundepool noch als Trinkstelle gedacht. Tatsächlich können sie sogar gesundheitliche Gefahren bergen.
Im Gegensatz zu den Wiener Trinkbrunnen fließt in vielen Springbrunnen das Wasser im Kreislauf. Es wird immer wieder umgewälzt und kann sich bei großer Hitze stark erwärmen. Das begünstigt das Wachstum von Keimen, Algen und anderen Mikroorganismen. Zudem gelangen Schmutz, Vogelkot, Laub oder Abfälle ins Wasser. Einige Brunnen werden außerdem technisch gewartet oder mit Zusätzen behandelt, die nicht zum Trinken gedacht sind.
Anmerkung der Redaktion:
Ich musste kürzlich beobachten, wie sich eine ganze Schar Kleinkinder in der Badehose sehr an den kühlenen Wasserfontänen aus dem Boden am Rathausplatz in Leobersdorf erfreut haben. "Süss", dachte ich noch, bis ich erkannte, dass die kleinen Jungs auch ins Wasser reinpieselten und über kurz oder lang mit dem eigenen Pipi gespielt haben - da es sich auch hier um einen Wasserkreislauf handelt. Mit dem leichten Uringestank schmeckte das Eis ein paar Meter weiter dann nur noch halb so gut ... ups.
Folgende Hunderassen sind echte Wasserratten - ist deiner auch dabei?
Trinkt ein Hund aus einem solchen Brunnen oder schluckt beim Planschen größere Mengen Wasser, kann das unangenehme Folgen haben. Von Durchfall und Erbrechen bis hin zu bakteriellen Infektionen ist vieles möglich. Besonders Welpen, Senioren oder Tiere mit geschwächtem Immunsystem reagieren empfindlich auf verkeimtes Wasser.
Gerade an Hitzetagen verschlechtert sich die Wasserqualität in stehenden oder langsam zirkulierenden Gewässern oft zusätzlich. Warmes Wasser bietet Bakterien ideale Bedingungen zur Vermehrung. Auch Algen können sich rasch ausbreiten. Die Stadt Wien weist generell darauf hin, dass Wasser – je nach Nutzung – hygienischen Anforderungen entsprechen muss und regelmäßig überprüft werden sollte. Das gilt jedoch nicht automatisch für jedes Wasser in Zierbrunnen.
Braves Frauli:
Wer unterwegs ist, sollte immer frisches Trinkwasser und einen faltbaren Reisenapf dabeihaben. Für eine schnelle Erfrischung reichen oft schon nasse Pfoten, ein feuchtes Handtuch oder ein schattiger Platz. Das kühlt den Hund sicherer als ein Sprung in einen Springbrunnen.
Für Vierbeiner gibt es in Wien deutlich bessere Alternativen. Die Stadt empfiehlt die ausgewiesenen Hundebadeplätze an der Neuen Donau und auf der Donauinsel. Dort ist das Wasser für das Baden geeignet und die Tiere dürfen nach Herzenslust schwimmen. Auch zahlreiche Trinkbrunnen verfügen über eigene Hundetränken, an denen Hunde ihren Durst sicher stillen können.