Sie sind unscheinbar, günstig und in fast jedem Badezimmer zu finden. Trotzdem sorgen kleine Haarnadeln regelmäßig für Frust. Kaum ist die Frisur fertig, rutschen einzelne Strähnen wieder heraus, die Hochsteckfrisur verliert an Halt oder die Nadel landet nach wenigen Minuten dort, wo sie eigentlich nicht sein sollte. Viele geben dann den Haarnadeln die Schuld – dabei liegt das Problem oft ganz woanders.
Wer eine klassische Haarnadel genauer betrachtet, entdeckt schnell die charakteristische Wellenform auf einer Seite. Diese ist entscheidend für den Halt: Viele stecken die Nadel jedoch mit der glatten Seite nach unten ins Haar. Das wirkt auf den ersten Blick logisch, sorgt aber dafür, dass die Frisur deutlich schlechter hält. Die gewellte Seite wurde nämlich genau dafür entwickelt, mehr Grip im Haar zu erzeugen und einzelne Strähnen besser zu fixieren.
Beauty-Profis empfehlen deshalb, die gewellte Seite immer Richtung Kopfhaut zu drehen. So kann sich die Nadel besser im Haar verankern und verrutscht deutlich seltener.
Die kleinen Wellen funktionieren wie eine Art Widerhaken. Sie greifen einzelne Haare besser und verhindern, dass die Nadel bei Bewegung oder Wind wieder herausrutscht.
Gerade bei feinem oder frisch gewaschenem Haar macht das oft einen überraschend großen Unterschied. Während die Frisur mit falsch eingesetzten Nadeln schnell an Form verliert, bleibt sie mit der richtigen Technik deutlich länger an Ort und Stelle.
Wer besonders glattes Haar hat, kann zusätzlich nachhelfen. Ein wenig Trockenshampoo oder etwas Haarspray vor dem Einsetzen der Nadel sorgt für mehr Struktur und Griffigkeit.
Dadurch finden die Haarnadeln besseren Halt und verrutschen weniger schnell. Vor allem bei Hochsteckfrisuren oder streng zurückgebundenen Looks greifen Friseure häufig zu diesem einfachen Trick.