Im Nationalrat ist am späten Mittwochabend der Sportbericht der Regierung mehrheitlich zur Kenntnis genommen worden. Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2024 Bundesmittel in der Höhe von gesamt 225 Millionen Euro für den Sport aufgewendet. Sie teilten sich auf in 98 Millionen Euro für die allgemeine Sportförderung und Services, 120 Millionen für die besondere Sportförderung sowie knapp sieben Millionen für die Bundessporteinrichtungen.
Kritik am Bericht übte FPÖ-Sportsprecher Markus Leinfellner: "Dieser Bericht zeigt deutlich, wie die damalige schwarz-grüne Regierung den Sport missbrauchte, um politische Ideologien durchzusetzen", sagte Leinfellner.
"Während viele Sportvereine inzwischen kaum mehr in der Lage sind, ihre Trainer zu bezahlen und darunter auch die wichtige Nachwuchsarbeit leidet, werden Projekte wie FLINTA – also Frauen, Lesben, Inter-Personen, nicht-binäre Personen, Trans-Personen und Agender-Personen – großzügig gefördert", so Leinfellner weiter.
Er stellt die Sinnhaftigkeit dieser Art von Politik in Frage: "Eine solche Randgruppenpolitik – dieser ganze woke Wahnsinn – bringt den Sport in Österreich nicht weiter. Im Gegenteil: Wenn bei den Olympischen Spielen 2024 ein biologischer Mann im Frauenboxen gewinnt, dann ist das ein klarer Beweis dafür, wohin diese Ideologisierung geführt hat." Das habe mit echter Frauenförderung nichts mehr zu tun, hielt der freiheitliche Sportsprecher fest.
Scharfe Kritik übte er daran, dass aus dem Sportressort enorme Summen an Organisationen aus der "Asylindustrie" geflossen seien. "Etwa an die Muslimischen Pfadfinder, die Muslimische Jugend oder das Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation", nannte Leinfellner konkrete Förderempfänger.
Wie "Heute" schon am Mittwoch berichtete, flossen unter Schwarz-Grün satte 206.770,92 Euro aus der Sportförderung an die NGO "Asylkoordination Österreich". Dazu kam ein Dienstleistungs- bzw. Werkvertrag in Höhe von 12.000 Euro. Die Dreierkoalition mit Sportminister Andreas Babler (SPÖ) setzte diese Förderungen fort. Bisher sind 137.635,88 Euro geflossen. Dieses Geld wäre nach Meinung des FPÖ-Politikers in anderen Bereichen des Sports weit besser aufgehoben gewesen.
Als Beispiel dafür führte er die tägliche Bewegungseinheit an. Dort sei das Budget gekürzt worden. "Durch diese Kürzungen wird es nicht möglich sein, zwei von drei Kindern in Sportvereinen aktiv zu etablieren." In Wahrheit müssten ohnehin drei von drei Kindern in Vereinen sportlich aktiv sein, meinte Leinfellner.
"Doch dazu müsste die Regierung die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen, statt sie in ideologische Projekte und woken Transgender-Wahnsinn zu stecken."