Neuer Anwalt für Verdächtigen (16) im Fall Leonie

Leonie (13) - hier mit einer Schlange wurde getötet. Vier Männer aus Afghanistan sind tatverdächtig.
Leonie (13) - hier mit einer Schlange wurde getötet. Vier Männer aus Afghanistan sind tatverdächtig.apa/picturedesk/privat/"Heute"-Montage
Der 16-Jährige Afghane, angeblich der Freund des 13-jährigen Opfers, hat jetzt einen neuen Rechtsanwalt: Mathias Burger.

Nach zahlreichen Drohungen hatte Staranwalt Peter Philipp Mitte der Woche das Handtuch geworfen und und gab bekannt, den 16-Jährigen nicht zu vertreten - mehr dazu hier.

Neuer Advokat

Jetzt übernahm Mathias Burger, Kanzlei Burger, den 16-jährigen Afghanen. Der 16-Jährige behauptet ja, der Freund von Leonie gewesen zu sein. Tatsache ist: Leonie dürfte den 16-Jährigen rund ein Monat gekannt haben - Chatnachrichten sollen dies belegen.

"Recht auf faires Verfahren", Anwalt Mathias Burger, neuer Verteidiger des 16-jährigen.

Mathias Burger hat bereits die unterfertigte Vollmacht, wird sich am Montagmorgen einen Ersttermin mit dem jugendlichen Verdächtigen vereinbaren. "Ich denke, hier in Österreich hat jeder Beschuldigte das Recht auf ein faires Verfahren", sagte Mathias Burger am Samstagabend gegenüber "Heute". 

Beerdigung im August

Nach jetzigem Stand soll der 16-Jährige und ein 22-Jähriger Leonie in die Wohnung des 18-Jährigen in Wien-Donaustadt gebracht haben. Dort soll die 13-Jährige unter Drogen gesetzt und missbraucht worden sein. Zuviel für den Körper von Leonie: Die Schülerin aus Tulln starb, wurde dann an einen Baum gelehnt. Der endgültige Obduktionsbefund steht noch aus, soll demnächst vorliegen. 

Der 16-Jährige, der 18-Jährige sowie ein weiterer Verdächtiger (23), der mutmaßliche Dealer, sitzen in U-Haft, der 22-Jährige ist nach wie vor flüchtig. Die Eltern werden Leonie erst im August bestatten können. Vater Hannes W. (39) hat dafür Kontakt zu einem Pfarrer aus seiner oberösterreichischen Heimat aufgenommen, berichtete der Notfallsanitäter beim vierten Besuch von "Heute" bei der Familie von Leonie am Wochenende.

"Ohne Leonie macht X-Box keinen Spaß"

Auch die vier Geschwister (15, 16, 19, 19) von Leonie leiden sehr unter dem Verlust. "Früher wurde beim Zocken auf der X-Box gestritten. Jetzt, wenn mein jüngster Sohn spielt, hört er nach 20 Minuten auf und sagt: Ohne Streit mit Leonie mache es keinen Spaß", erzählt Mutter Melanie P. (40).

Leonies Zimmer

Mutter und Vater sind nach wie vor im Krankenstand, die Unterstützung der Arbeitgeber und Kollegen ist laut Eltern überwältigend. Mittlerweile haben die Eltern die Schmuckstücke, die Leonie am Todestag getragen hatte, erhalten (siehe Bilderserie). Die Eltern wollen das Zimmer von Leonie mit schönen Erinnerungsfotos ausschmücken und wollen nur eines für ihre geliebte Tochter: "Gerechtigkeit!"

Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. 

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WienTulln an der Donau

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