Verdächtiger im Fall Leonie: "Sie war meine Freundin"

Leonie (13)  lag tot an diesem Baum,  vier Männer aus Afghanistan sind tatverdächtig - die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Leonie (13)  lag tot an diesem Baum,  vier Männer aus Afghanistan sind tatverdächtig - die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.apa/picturedesk/privat/"Heute"-Montage
Knalleffekt im Mordfall Leonie W.: Der unter Tatverdacht stehende 16-Jährige bestreitet jede Schuld und behauptet: "Leonie war doch meine Freundin".

Kein Tag ohne neue brisante Wende im Mordfall Leonie W.: Wie berichtet, hat die Polizei mittlerweile drei dringend tatverdächtige Afghanen festgenommen, nach einem vierten Mann wird international gefahndet.

Am Freitag hat nun gemäß "Heute"-Infos der 16-jährige Verdächtige (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) im Wiener Landesgericht seine Aussage gemacht. Vor dem Haft- und Rechtsschutzrichter bestritt der Afghane jede Schuld, bestätigt Star-Anwalt Peter Philipp im "Heute"-Gespräch.

"Leonie war doch meine Freundin. Wir haben uns zuvor schon einige Mal getroffen, niemals hätte ich ihr etwas angetan", behauptet jetzt der junge Mann. Ob dies tatsächlich der Wahrheit entspricht, werden die weiteren Ermittlungen klären müssen. Er jedenfalls beteuert, dass ihn der Tod des Mädchens unendlich traurig mache.

"Mir wurden auch K.O.-Tropfen eingeflößt"

Was sich wirklich in der Mord-Wohnung in der Wiener Donaustadt abgespielt hat? "Dazu kann ich nichts sagen, man hat auch mir K.O.-Tropfen eingeflößt", so der 16-Jährige, der seine erst 13-jährige Flamme zu seinen Bekannten mitgebracht hatte. "Als ich wieder zu mir kam, habe ich sofort die Rettung gerufen", rechtfertigt sich der Verdächtige laut seinem Anwalt. Von der Tat selbst will er nichts mitbekommen haben.

"Fakt ist, dass sich mein Klient als nicht schuldig bekennt" - Verteidiger Peter Philipp

Über ihn wurde am Freitag die Untersuchungshaft verhängt. Die Obduktion des Opfers dauere noch an. Etwaige Substanzen bei lebenden Personen nachzuweisen, sei laut Advokat Philipp nicht so leicht: "K.O.-Tropfen sind nur für wenige Stunden nachweisbar. Fakt ist, dass sich mein Klient als nicht schuldig bekennt."

Die Mordgruppe der Kripo ermittelt weiter in alle Richtungen, um den Mord-Krimi bald klären zu können. Als erwiesen gilt mittlerweile, dass das Mädchen vor seinem Tod mehrmals vergewaltigt worden war.

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