Im 1. Quartal 2026 gab es um 21 % mehr Einbürgerungen als im Vorjahr. Von Jänner bis März 2026 wurden laut Statistik Austria insgesamt 6.641 Personen eingebürgert.
Der Großteil der neuen Staatsbürger lebt bereits im Land. 4.686 Personen hatten ihren Wohnsitz in Österreich, weitere 1.955 im Ausland. An der Spitze liegen Personen aus Syrien (1.110 Personen), gefolgt von der Türkei (496) und Afghanistan (420) – "Heute" berichtete.
Für die FPÖ ist der Anstieg der Einbürgerungen ein Grund zur Sorge. "Es ist ein untragbarer Zustand, dass das Asylchaos nun direkt in eine Einbürgerungswelle mündet", so der blaue Sicherheitssprecher Gernot Darmann. Die aktuellen Zahlen, wonach Syrer die größte Gruppe der Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich ausmachen, würden diesen Trend belegen.
Er ortete einen "Ausverkauf der Heimat" und feuerte in dem Zusammenhang gegen ÖVP-Innenminister Gerhard Karner. "Er brüstet sich mit Abschiebungen, die in Wahrheit großteils nur Überstellungen in Nachbarländer wie die Slowakei oder Ungarn sind."
Was der FP-Sicherheitssprecher in seiner Kritik unerwähnt ließ: Für Einbürgerungen in Österreich sind in der Regel die Landesregierungen zuständig. In Niederösterreich ist mit Landesrat Martin Antauer ein blauer Politiker dafür verantwortlich, ebenso in der Steiermark mit Landesrat Hannes Amesbauer. In Wien ist wiederum mit Stadtrat Peter Hacker ein SPÖ-Politiker zuständig.
Die Zahl der eingebürgerten Syrer zeichnet dabei ein deutliches Bild – Niederösterreich und die Steiermark liegen auf Platz 2 und 3, gleich hinter Wien.
Aus gut informierten Kreisen im Innenminsterium zeigt man für die FPÖ-Kritik kein Verständnis: "Einbürgerungen liegen in der Zuständigkeit der Bundesländer, nicht des Bundes. Ein Drittel der zugesprochenen Staatsbürgerschaften an Syrer erfolgte in den Bundesländern Niederösterreich und Steiermark – in beiden Bundesländern ist die FPÖ für die Einbürgerungen zuständig."