Die Zahl der Einbürgerungen in Österreich ist zu Jahresbeginn stark gestiegen. Von Jänner bis März 2026 wurden laut Statistik Austria insgesamt 6.641 Personen eingebürgert – das sind um 21,2 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres (5.479).
Auffällig ist: Der Großteil der neuen Staatsbürger lebt bereits im Land. 4.686 Personen hatten ihren Wohnsitz in Österreich, weitere 1.955 im Ausland. Besonders stark nahm die Zahl jener zu, die seit mindestens sechs Jahren hier leben – sie stieg um 40,8 Prozent auf 2.309 Personen. Auch Familiennachzüge spielen eine größere Rolle: 1.578 Ehepartner und Kinder wurden eingebürgert – ein deutlicher Anstieg um fast drei Viertel.
Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich stammt ursprünglich aus wenigen Ländern. An der Spitze liegen Syrien (1.110 Personen), gefolgt von der Türkei (496) und Afghanistan (420). Dahinter reihen sich Bosnien und Herzegowina sowie der Iran ein. Knapp die Hälfte der neuen Staatsbürger sind Frauen (49 Prozent), rund ein Drittel ist jünger als 18 Jahre. Bemerkenswert: Mehr als ein Fünftel wurde bereits in Österreich geboren.
Der Großteil der Einbürgerungen erfolgte aufgrund eines Rechtsanspruchs – insgesamt 70,8 Prozent. Darunter fallen etwa langjährig in Österreich lebende Personen oder besonders berücksichtigungswürdige Fälle. Gleichzeitig ging die Zahl der Einbürgerungen von NS-Verfolgten und deren Nachkommen leicht zurück.
Regional zeigt sich ein gemischtes Bild: In sieben Bundesländern gab es Zuwächse, besonders stark in der Steiermark (+95,9 Prozent), Kärnten (+86,8 Prozent) und Wien (+78,2 Prozent). Rückgänge wurden hingegen in Oberösterreich und im Burgenland verzeichnet.