Selbstanzeige! Nächster Rad-Profi gesteht Doping

Kein Ende des Doping-Bebens! Ein heimischer Rad-Profi gesteht betrügerische Absichten und erstattet Selbstanzeige. Was blüht ihm jetzt?

Der Doping-Skandal in Österreich zieht immer weitere Kreise! Nach der Aufregung bei der Nordischen WM in Seefeld und der Verhaftung von Radprofi Stefan Denifl gibt es nun den nächsten Aufreger. Mit Georg Preidler legt ein weiterer Radsportler eine Dopingbeichte ab – und erstattete Selbstanzeige.

"Ich habe ein Doping-Geständnis abgelegt. Ich habe mir Blut abnehmen lassen, es aber nie rückgeführt. Aber alleine der Gedanke und die betrügerische Absicht sind schon ein Delikt", erklärt Preidler in der "Kleinen Zeitung". Die Gründe für sein Geständnis: "Die letzten Tage waren ein Albtraum. Ich habe nicht mehr geschlafen, nicht mehr gegessen. Ich weiß nicht, ob ich überführt worden wäre. Ich weiß nicht, wie und ob dieser Doping-Arzt alles verschlüsselt hat. Aber ich konnte mit diesem Geheimnis nicht mehr leben."

Preidler erklärt, wie es zum Kontakt mit dem Arzt kam, der auch bei Max Hauke und Dominik Baldauf aktiv war: "Diese Leute kommen auf einen zu, suchen dich aus. Alle meine Erfolge, etwa beim Giro, waren sauber. Ich war ohne Doping gut, habe nie etwas getrickst. Das macht einen interessant."

Über seine Gründe meint der 28-Jährige: "Du trainierst Tag für Tag, aber bist nie vorne. Irgendwann willst du mehr. Das Blutdoping ist auch nicht viel Aufwand. Sie kommen zu dir und ziehen das durch." Angst vor einer Enthüllung hatte er vor dem Doping-Skandal in Seefeld offenbar nicht: "Diese Ärzte geben dir die Sicherheit, dass du nie auffliegst. Es ist wie beim Hütchenspiel. Du weißt, dass es Betrug ist. Aber du spielst mit."

Fest steht: Auf Preidler warten jetzt große Probleme. Er beteuert: "Es war sicher der größte Fehler meines Lebens. Ich muss mich bei jedem, der sich jetzt betrogen fühlt, entschuldigen. Es tut mir leid. Gesellschaftlich bin ich unten durch. Die kommenden Wochen werden hart für mich. Ich weiß aber keine Namen von anderen Athleten. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ein internationales Erdbeben geben wird."

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