So amateurhaft lief das Doping der ÖSV-Sünder ab

Die Münchner Staatsanwaltschaft bringt erschreckende Details zum Seefelder Dopingskandal ans Licht. So amateurhaft liefen die Praktiken wirklich ab.

Die Nordische Ski-WM in Seefeld wurde vom Doping-Skandal rund um die österreichischen Langläufer Max Hauke, Dominik Baldauf und Johannes Dürr überschattet. "Heute.at" berichtete in den vergangenen Wochen ausführlich zu den Enthüllungen um den mutmaßlichen Erfurter Doping-Arzt, sein Netzwerk und wie die ÖSV-Dopingsünder darin verstrickt sind. Weiter unten im Artikel finden Sie weitere Storys zum Thema.

Hauke und Baldauf wurden als aktive WM-Athleten und Kunden des Arztes Mark S. überführt, verhaftet und vernommen, sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Sie waren die heimischen Vertreter von sechs Nordischen Athleten, die während der WM erwischt wurden.

Am Mittwoch gab die Staatsanwaltschaft München eine Pressekonferenz zum aktuellen Ermittlungsstand in der Causa Doping-Doc. Dabei nannte Oberstaatsanwalt Kai Gräber erschreckende Details.

Seine Schilderungen machen deutlich, wie amateurhaft das Blutdoping teils betrieben wurde. Im Bericht der "Operation Aderlass" wird genannt, dass auch in Seefeld die Rückführung des Eigenblutes nicht immer unter sterilen Bedingungen stattgefunden habe und auch nicht immer von medizinisch ausgebildetem Personal durchgeführt worden sei.

Besonders erschreckend: An einem Aktiven sei ein unbekanntes Präparat getestet worden. "Als sich Nebenwirkungen einstellten, hat man es wieder abgesetzt", sagt der Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Dopingvergehen im Sport in München.

Im Zuge der Observierung verdächtiger Sportler hätten Ermittler beobachtet, wie ein Sportler nach dem Blutdoping wie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln aus dem Haus gekommen sei. Ein anderer habe nach der Rückführung beide Arme bis zu den Schultern in den Schnee gesteckt.

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