Frühlingsgefühle

So beeinflusst der Sommer dein Liebesleben

Vom Flirt im Sommer bis zur Kuschelzeit im Winter: Hormone spielen dabei eine wichtige Rolle - doch die Forschung ist sich nicht ganz einig.
Technik Heute
04.04.2026, 18:07
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Wenn die Tage länger werden und die Sonne scheint, kribbelt es bei vielen Menschen. Die sogenannten Frühlingsgefühle sind kein Märchen: Mit jedem Sonnenstrahl steigen Serotonin und Endorphine - unsere Glücksbotenstoffe. Doch wie stark beeinflussen die Jahreszeiten tatsächlich unser Liebesleben?

Die Sexualhormone Testosteron und Östrogen können nicht nur über den Tag hinweg schwanken, sondern auch saisonal. Im Herbst kämpft der Körper häufiger gegen Infektionen, was sich auf die Hormonverhältnisse auswirken kann. Das setzt der Libido ordentlich zu.

Wie spektrum.de berichtet, erklärt Holger Willenberg, Professor für Endokrinologie an der Universität Rostock: "Halb wünsche ich es mir, dass es Frühlingsgefühle wirklich gibt, halb bin ich auch fachlich überzeugt." Für ihn spricht vor allem, dass sich veränderndes Verhalten auf die Sexualhormone auswirkt.

Bewegung und Zucker spielen eine Rolle

In der wärmeren Jahreszeit sind wir häufiger draußen und bewegen uns mehr. Das kann den Testosteronspiegel ansteigen lassen - über einen Umweg: Wer sich wenig bewegt, hat eher einen höheren Blutzuckerspiegel. Das hemmt die Testosteronproduktion und kann die Lust auf Sex mindern.

Allerdings sind sich Forscher nicht ganz einig. Eine israelische Studie fand den höchsten Testosteronspiegel bei Männern von August bis Oktober, andere Studien hingegen in den kälteren Monaten. Henrik Oster vom Institut für Neurobiologie der Universität Lübeck erklärt, dass saisonale Schwankungen oft von anderen Faktoren wie Stress verdeckt werden.

Cuffing Season im Winter

Im Gegensatz zum Sommerflirt steht die "Cuffing Season" im Winter für traute Zweisamkeit. Bei kalten Temperaturen neigen Menschen eher dazu, sich zu binden und Liebesfilme zu schauen - wenn sie diese mit emotionaler Wärme verbinden. Die Jahreszeiten beeinflussen also nicht nur die Lust, sondern auch die Art unserer romantischen Beziehungen.

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