Teuer für die Steuerzahler

VP-Pröll auf USA-Trip: Flüge um 22.000 € Steuergeld

Anfang Jänner war Staatssekretär Alexander Pröll auf USA-Reise. Das kam den Steuerzahlern teuer: Alleine für die Flüge fielen 22.000 Euro an.
Heute Politik
28.04.2026, 05:15
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Eine sechstägige Reise in die USA bringt Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) nachträglich scharfe Kritik ein. Auslöser: eine parlamentarische Anfrage der FPÖ.

New York, Washington, Las Vegas, San Francisco und L.A.

Worum geht’s? Vom 4.  bis 10. Jänner besuchte Pröll New York City, Washington D.C., Las Vegas, San Francisco und Los Angeles. Der Schwerpunkt der Reise lag auf den Themen Innovation, neue Technologien und dem transatlantischen Austausch, wie Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) – Prölls Staatssekretariat ist im Kanzleramt angesiedelt – in der Beantwortung schreibt.

Pröll besprach Holocaust-Fragen und künstliche Intelligenz

In Washington traf er unter anderem Ellen Germain, die Sonderbeauftragte für Holocaust-Fragen und den Google-Manager David Weller. Bei letzterem Termin eines der Themen: die künstliche Intelligenz.

Selbstfahrende Autos

Auf der CES in Las Vegas, der größten Technologiemesse der Welt, informierte sich Pröll auch zu den Themen selbstfahrende Autos, Halbleiter und digitale Infrastruktur. Die autonome Mobilität war auch in San Francisco einer der Schwerpunkte. Auf dem Terminkalender standen aber auch Besuche bei Salesforce und Nvidia.

Kabinettsmitarbeiter und Wirtschaftsvertreter dabei

Begleitet wurde der Staatssekretär von zwei Mitarbeiterinnen aus seinem Büro. Zudem reisten teilweise "bis zu zwei" Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter aus dem Kanzleramt mit. "Verteilt über die gesamte Reisedauer waren in Summe vier externe Personen Teil der Delegation. Hierbei handelte es sich um Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertreter", heißt es in der Anfragebeantwortung.

Flüge in der Economy- und Premium Economy Class

Ganz billig war dieser Trip nicht, wie Stocker offenlegt. Denn obwohl alle Flüge inklusive Teilstrecken in der Economy- bzw. Premium Economy Class erfolgten, waren zum Stichtag der Anfrage bereits Kosten in Höhe von exakt 22.342,88 Euro abgerechnet. Mitarbeiter anderer Ressorts nahmen an der Reise ebenso wenig teil wie Journalisten.

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zu Prölls USA-Trip: "Verkommenes Sittenbild von Schwarz-Rot-Pink"
Helmut Graf

Die FPÖ bezeichnet die Reise als "völlig ausgeufert": "Auf der einen Seite lässt die Verlierer-Ampel die eigene Bevölkerung unter der Teuerung leiden und hängt ihr dazu noch ein Belastungspaket nach dem anderen um, während die Regierungsvertreter selbst auf sündteuren Rundreisen auf Steuerzahlerkosten ohne jeglichen Mehrwert gehen", sagt Generalsekretär Michael Schnedlitz.

"Anschein einer Urlaubsreise"

"Verarmung für die Österreicher, Luxus für sich selbst – das ist das verkommene Sittenbild von Schwarz-Rot-Pink und ein handfester Skandal", ist er erzürnt. "Es kann nicht sein, dass sich Regierungsvertreter wie Pröll gerade in Zeiten des Budgetchaos und Sparzwangs Rundreisen über einen ganzen Kontinent von den Steuerzahlern finanzieren lassen, die noch dazu den Anschein einer Urlaubsreise haben."

FPÖ vermisst Ergebnisse des US-Trips

Ergebnisse der Reise habe Pröll bis heute nicht präsentiert, so die blaue Kritik. Die in der Beantwortung angeführten Treffen hätte der Staatssekretär auch über Videokonferenzen machen können. Dann hätten die Steuerzahler nicht dafür zur Kasse gebeten werden müssen. So habe es sich aber um eine "Spaßreise nach dem Motto: 'Außer Spesen nichts gewesen'" gehandelt.

Die einzige Reise, die sich die Menschen von dieser Regierung erwarten würden, wäre jene zur sofortigen Rücktrittserklärung, sagt Schnedlitz. "Dann wäre nämlich der Weg für überfällige Neuwahlen offen."

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