UN-Experten warnen

Trump plant "koloniale Herrschaft" über Grönland

UN-Experten warnen vor Trumps Grönland-Anspruch und sehen Parallelen zu kolonialer Logik. Dänemark und USA bleiben uneins.
Newsdesk Heute
15.01.2026, 08:02
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Von den Vereinten Nationen beauftragte Experten schlagen Alarm wegen der Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland.

Laut den sieben unabhängigen Fachleuten, die vom UN-Menschenrechtsrat beauftragt wurden, aber nicht im Namen der UNO sprechen, erinnern Behauptungen, dass ein Gebiet im Interesse der nationalen Sicherheit oder aus wirtschaftlichen Gründen "eingenommen, kontrolliert oder 'besessen' werden kann, an die Logik kolonialer Herrschaft". Das haben sie am Mittwoch klargestellt.

Die Experten zeigen sich "tief besorgt hinsichtlich der Aufrechterhaltung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung". Sie warnen davor, dass ein "Muster" militärischer Aggression der USA "Gesetzlosigkeit in den internationalen Beziehungen" zur Normalität machen könnte.

Die Gruppe fordert die Vereinigten Staaten auf, sich wieder klar zur UN-Charta zu bekennen und das Recht Grönlands auf Selbstbestimmung zu achten.

Trump hat in den letzten Wochen immer wieder einen US-Besitzanspruch auf Grönland erhoben und das mit Sicherheitsinteressen in der Arktis begründet. Am Dienstag hat er noch einmal betont, Grönland müsse "in den Händen der Vereinigten Staaten liegen" und alles andere sei "inakzeptabel".

Das sorgt bei den europäischen NATO-Partnern für Unruhe, weil sie sich um die Zukunft des Verteidigungsbündnisses sorgen. Grönland ist ein autonomes Gebiet von Dänemark, das – wie die USA – zur NATO gehört.

Mitten in diese diplomatische Spannung sind am Mittwoch Dänemarks Chefdiplomat Lars Lökke Rasmussen und seine grönländische Kollegin Vivian Motzfeldt ins Weiße Haus gereist. Dort haben sie sich mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio getroffen.

Nach dem Gespräch hat Dänemarks Außenminister Lökke Rasmussen gesagt, Trump wolle Grönland weiterhin "erobern", und die USA sowie sein Land hätten noch immer "unterschiedliche Positionen".

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