Wadsak hat dringenden Appell:

"Viele Menschen kommen damit nicht mehr klar"

995 hitzeassoziierte Übersterblichkeitsfälle in Österreich! ORF-Meteorologe Marcus Wadsak fordert nach dem extrem heißen Sommer mehr Maßnahmen.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 16:13
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Die Folgen des extrem heißen Sommers beschäftigen Marcus Wadsak. Der ORF-Meteorologe greift in einem Facebook-Video am Freitag die aktuellen Zahlen aus Österreich und Deutschland auf und fordert ein entschlosseneres Vorgehen gegen den Klimawandel.

"Knapp 1.000 Hitze-Tote in Österreich, mehr als 16.000 Hitze-Tote in Deutschland. Das ist die alarmierende Bilanz dieses extremen Hitzesommers in Europa. Die Zahlen sind gerade gekommen rausgekommen von der AGES für Österreich. 995 Hitze assoziierte Übersterblichkeitsfälle, so heißt es in der Fachsprache", erklärt Wadsak.

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Wadsak kritisiert Umgang mit Zahlen

Für den Meteorologen geht es dabei nicht nur um die Zahl der Todesfälle. Er kritisiert auch, wie mit den Auswirkungen hoher Temperaturen umgegangen werde.

"Das Schweigen bei Entscheidungsträgerinnen ist sehr laut. Denn wenn wir darüber sprechen würden, müssten wir uns eingestehen, dass das am menschengemachten Klimawandel liegt und dass wir uns zu wenig auf das, was wir Klimaforscherinnen seit vielen Jahrzehnten predigen, zu wenig vorbereitet haben. Denn die Anzahl der Hitze-Toten muss nicht zwingend mit höheren Temperaturen steigen, wie wir’s in diesem Sommer gehabt haben."

Wadsak verweist darauf, dass extreme Temperaturen für viele Menschen eine große Belastung darstellen. Als Beispiel für mögliche Gegenmaßnahmen nennt er Frankreich und die Konsequenzen aus dem Hitzesommer 2003.

"Das darf nie wieder passieren"

"41 Grad, das sind wir nicht gewohnt und viele Menschen kommen damit nicht mehr klar. Frankreich hat ein ähnliches Schicksal 2003 in diesem Jahrhundertsommer erlebt und hatte das Motto ausgegeben: "Das darf nie wieder passieren." Man hat Städte umgestaltet, man hat Kühlräume installiert, wo sich Menschen, deren Wohnungen zu heiß ist, auch vorübergehend abkühlen können."

Nach Ansicht des Wetter-Experten gibt es bei solchen Maßnahmen in Österreich und Deutschland noch Nachholbedarf. Gleichzeitig rechnet Wadsak auch in Zukunft mit extrem heißen Sommern.

"Temperaturen gehen weiterhin nach oben"

"Vieles davon fehlt uns noch in Deutschland, aber auch in Österreich. Der Klimawandel hat an Fahrt aufgenommen. Es wird nicht der letzte, extrem heiße Sommer gewesen sein, ganz im Gegenteil. Die Temperaturen gehen weiterhin nach oben. Wir müssen schneller und energischer gegen den Klimawandel ankämpfen", stellt Wadsak klar.

Für Wadsak steht deshalb nicht nur die Entwicklung der Temperaturen im Mittelpunkt. Er fordert auch mehr Vorbereitung auf die Folgen extremer Hitze.

red,02.10.2026, 16:13