Alarmierende Zahlen

"Das darf nie wieder passieren" – Wadsak warnt alle

Fast 1.000 Hitze-Tote in Österreich! ORF-Meteorologe Marcus Wadsak sieht nach dem extremen Sommer großen Handlungsbedarf beim Klimaschutz.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 10:48
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Insgesamt 995 hitzeassoziierte Übersterblichkeitsfälle in Österreich und mehr als 16.000 Hitzetote in Deutschland: ORF-Meteorologe Marcus Wadsak nimmt die aktuellen Zahlen zum Anlass für einen eindringlichen Appell.

In einem Facebook-Video spricht der Wetter-Experte am Freitag über die Folgen des extrem heißen Sommers und darüber, was aus seiner Sicht beim Umgang mit steigenden Temperaturen fehlt.

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"Alarmierende Bilanz"

"Knapp 1.000 Hitze-Tote in Österreich, mehr als 16.000 Hitze-Tote in Deutschland. Das ist die alarmierende Bilanz dieses extremen Hitzesommers in Europa. Die Zahlen sind gerade gekommen rausgekommen von der AGES für Österreich. 995 Hitze assoziierte Übersterblichkeitsfälle, so heißt es in der Fachsprache", erklärt Wadsak auf Facebook, der vor allem den Umgang mit diesen Zahlen kritisiert:

"Das Schweigen bei Entscheidungsträgerinnen ist sehr laut. Denn wenn wir darüber sprechen würden, müssten wir uns eingestehen, dass das am menschengemachten Klimawandel liegt und dass wir uns zu wenig auf das, was wir Klimaforscherinnen seit vielen Jahrzehnten predigen, zu wenig vorbereitet haben. Denn die Anzahl der Hitze-Toten muss nicht zwingend mit höheren Temperaturen steigen, wie wir’s in diesem Sommer gehabt haben."

Wadsak verweist auf Frankreich

Der Meteorologe erinnert daran, welche Belastung extreme Temperaturen für Menschen darstellen können. Gleichzeitig verweist er auf Maßnahmen, die Frankreich nach dem Hitzesommer 2003 gesetzt habe.

"41 Grad, das sind wir nicht gewohnt und viele Menschen kommen damit nicht mehr klar. Frankreich hat ein ähnliches Schicksal 2003 in diesem Jahrhundertsommer erlebt und hatte das Motto ausgegeben: "Das darf nie wieder passieren." Man hat Städte umgestaltet, man hat Kühlräume installiert, wo sich Menschen, deren Wohnungen zu heiß ist, auch vorübergehend abkühlen können."

Nach Ansicht Wadsaks fehlen vergleichbare Maßnahmen teilweise noch in Österreich und Deutschland.

"Temperaturen gehen weiterhin nach oben"

Für die kommenden Jahre erwartet der Wetter-Experte weitere extrem heiße Sommer und fordert ein entschlosseneres Vorgehen gegen den Klimawandel.

"Vieles davon fehlt uns noch in Deutschland, aber auch in Österreich. Der Klimawandel hat an Fahrt aufgenommen. Es wird nicht der letzte, extrem heiße Sommer gewesen sein, ganz im Gegenteil. Die Temperaturen gehen weiterhin nach oben. Wir müssen schneller und energischer gegen den Klimawandel ankämpfen", stellt Wadsak klar.

red,Akt. 02.10.2026, 10:52, 02.10.2026, 10:48