Strolz rechnet ab

"Zu Tode kommen" – Ex-NEOS-Chef warnt Meinl & Co.

Matthias Strolz meldet sich mit deutlichen Worten zurück: Der frühere NEOS-Chef kritisiert seine Ex-Partei und spricht über die Gefahren von KI.
Heute Politik
23.08.2026, 22:00
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Matthias Strolz hat sich aus der aktiven Politik schon vor Jahren verabschiedet. Seine Lust an pointierten Aussagen ist ihm aber geblieben. Besonders deutlich wird das bei seiner früheren Partei, den NEOS. Im Gespräch mit der "Krone bunt" zeichnet der Parteigründer ein düsteres Bild der heimischen Politik.

Strolz warnt NEOS

Österreich habe SPÖ und ÖVP zwar viel zu verdanken, beide Parteien befänden sich mittlerweile aber in einem "Zerfallsprozess", meint Strolz. Und die NEOS? Für sie findet der frühere Parteichef eine besonders drastische Formulierung. "Die leisten hier Sterbebegleitung auf hohem Niveau. Auf die Gefahr hin, dass sie dabei selbst auch zu Tode kommen", sagt Strolz über seine ehemalige Partei.

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Es ist nicht die erste Kritik des NEOS-Gründers an den Pinken. Bereits in einem Interview mit dem "Kurier" warf er seiner früheren Partei vor, ihre Ideale "an manchen Ecken" verraten zu haben.

Chancen und Risiken von KI

Doch nicht nur Österreichs Parteien beschäftigen den ehemaligen Politiker. In seinem neuen Buch "Homo Universus" setzt sich Strolz intensiv mit Künstlicher Intelligenz und der Frage auseinander, welchen Platz der Mensch in einer zunehmend von Maschinen geprägten Welt noch haben wird.

Dabei sieht er KI keineswegs ausschließlich als Bedrohung. Gerade in der Medizin erwartet Strolz enorme Fortschritte. Krankheiten könnten mithilfe der Technologie künftig wesentlich schneller und besser behandelt werden, auch eine steigende Lebenserwartung hält er für möglich.

Gleichzeitig warnt der Ex-Politiker eindringlich vor den Risiken. Vor allem das menschliche Denken werde von KI mit enormer Geschwindigkeit überholt. In Schulen und Universitäten würden junge Menschen noch immer vor allem zu "Kopfathletinnen und -athleten" ausgebildet. Genau in diesem Bereich werde die Maschine dem Menschen jedoch zunehmend überlegen sein. "Wir sehen nicht einmal mehr den Auspuff in ein paar Jahren", beschreibt Strolz die Geschwindigkeit der Entwicklung.

"Steuern auf Hiroshima-Moment zu"

Besonders drastisch wird Strolz, wenn es um die politische Kontrolle der Technologie geht. Er fordert staatliche Regeln und internationale Kontrollmechanismen für KI und Biotechnologie – und zieht dabei einen Vergleich mit Atomwaffen. "Wir steuern auf einen Hiroshima-Moment zu mit der KI", warnt Strolz.

Seine Befürchtung: Ähnlich wie die Welt erst nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki das volle Zerstörungspotenzial der neuen Waffe erkannt habe, könnte auch bei Künstlicher Intelligenz erst eine Katastrophe zu einem Umdenken führen. "Es wird ein großer Schaden kommen müssen, wo viele Menschenleben auch dabei geopfert werden", sagt Strolz. Gerade deshalb brauche es aus seiner Sicht möglichst früh globale Regeln für die neuen Technologien.

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