Waschmaschine fertig, Wäsche raus – und ab damit auf den Wäscheständer. Klingt nach der schonendsten Art, Pullover, Hoodies und Co. zu trocknen. Doch ausgerechnet bei einigen Lieblingsstücken kann dieser Handgriff nach hinten losgehen. Im schlimmsten Fall kommen sie zwar trocken, aber völlig verzogen wieder herunter.
Der Grund dafür ist simpel: Vollgesogene Textilien sind deutlich schwerer als im trockenen Zustand. Hängen empfindliche oder schwere Materialien stundenlang über einer dünnen Stange, zieht ihr eigenes Gewicht an den Fasern. Das kann Form und Passform verändern.
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Wäsche am Balkon? Wann du damit Ärger bekommst
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Wollpullover
Besonders vorsichtig sollte man mit Wolle umgehen. Ein dicker Wollpullover saugt beim Waschen reichlich Wasser auf und bringt danach entsprechend Gewicht mit. Wird er nun über eine oder mehrere Stangen gelegt, können sich Ärmel, Schultern oder der gesamte Schnitt verziehen. Zusätzlich bleiben mitunter unschöne Druckkanten zurück. Schonender ist es, den Pullover vorsichtig in seine ursprüngliche Form zu bringen und anschließend flach trocknen zu lassen – beispielsweise auf einem ausgebreiteten Handtuch.
2
Kaschmir
Noch empfindlicher können feine Kaschmirfasern reagieren. Auch hier gilt: Das nasse Kleidungsstück möglichst nicht einfach über den Wäscheständer hängen. Stattdessen sollte Kaschmir nach dem Waschen behutsam in Form gebracht und flach getrocknet werden. Gerade bei teuren Lieblingsstücken können ein paar Minuten zusätzlicher Aufwand verhindern, dass aus dem perfekt sitzenden Pullover plötzlich ein unförmiges Kleidungsstück wird.
3
Strickjacken
Was für Wolle und Kaschmir gilt, kann ebenso schwere Strickjacken und grob gestrickte Pullover betreffen. Je schwerer das nasse Kleidungsstück ist, desto stärker kann die Belastung an einzelnen Stellen werden. Wer seine Strickteile möglichst lange in Form halten möchte, sollte deshalb auch hier das Pflegeetikett beachten und schwere Stücke gegebenenfalls liegend trocknen.
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Schwere Hoodies
Doch nicht nur vermeintlich empfindliche Luxusmaterialien sind betroffen. Ein dicker Hoodie kann sich nach dem Waschgang ordentlich mit Wasser vollsaugen. Hängt das gesamte Gewicht beim Trocknen ungünstig an Schultern oder wenigen Punkten, kann sich auch ein Sweatshirt verziehen. Bei besonders schweren Modellen ist flaches Trocknen daher eine schonende Alternative.
Selbst bei Decken kann es Probleme geben
Bei Wolldecken, schweren Tagesdecken oder anderen großen Textilien ist ebenfalls Vorsicht angesagt. Tropfnass über eine schmale Stange geworfen, lastet enormes Gewicht auf wenigen Stellen. Nicht nur das Material kann darunter leiden – auch so mancher leichte Wäscheständer kommt dabei an seine Grenzen. Vor dem Waschen und Trocknen sollte deshalb unbedingt geprüft werden, welche Behandlung der Hersteller vorsieht.
BHs dürfen hängen
BHs müssen dagegen nicht grundsätzlich liegend trocknen. Lufttrocknen ist für viele Modelle sogar eine gute Wahl. Entscheidend ist jedoch, wie sie aufgehängt werden. Einen schweren, nassen BH nur an einem Träger baumeln zu lassen, kann diesen unnötig belasten. Besser ist es, das Gewicht möglichst gleichmäßig zu verteilen und sich auch hier an die Pflegehinweise zu halten.
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Die wichtigste Regel steht ohnehin direkt im Kleidungsstück: das Pflegeetikett beachten. Findet sich dort ein Quadrat mit einer waagrechten Linie, bedeutet das, dass das Textil liegend getrocknet werden soll.