Wer in den 90er- und 2000er-Jahren zur Schule ging, erinnert sich wahrscheinlich sofort: Diddl-Blätter wurden auf dem Pausenhof getauscht, die Plüschmaus saß auf unzähligen Betten und Briefpapier war fast schon eine eigene Währung. Jetzt kehrt die Kultfigur zurück – und mit ihr die Frage: Liegt auf dem Dachboden vielleicht ein kleiner Schatz?
Für viele Millennials und die Gen Z ist Diddl weit mehr als nur eine Comicfigur: die weiße Springmaus mit den übergroßen Füßen prägte eine ganze Generation und war aus Kinderzimmern kaum wegzudenken. Am 20. Juli feiert Diddl nun sein offizielles Comeback in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Neben den bekannten Schreibwaren wie Blöcken, Briefpapier und Karten kommen auch neue Produkte auf den Markt. Geplant sind unter anderem Kreativbücher, digitale Sticker, Wallpaper und sogar Diddl-Songs auf Spotify. Erhältlich sein sollen die Neuheiten unter anderem bei Thalia, Müller, Nanu Nana und weiteren Händlern. Hinter der Rückkehr steht die Warimex Unternehmensgruppe, die sich die Markenlizenz gesichert hat. In Frankreich und den Benelux-Staaten feierte Diddl bereits zuvor sein Revival.
Mit dem Comeback dürften viele ihre alten Kisten wieder hervorholen. Zwischen vergilbten Schulheften und alten Spielsachen schlummern schließlich oft noch Blöcke, Sammelkarten oder Plüschmäuse. Doch sind sie heute tatsächlich etwas wert?
Gehandelt wird inzwischen fast alles: Schreibblöcke, Lineale, Karten, Sammelartikel oder Stofftiere. Wer jetzt auf den großen Geldregen hofft, sollte seine Erwartungen allerdings etwas bremsen. Im Durchschnitt wechseln Diddl-Produkte für rund 15 Euro den Besitzer. Klassische Schreibwaren erzielen meist etwa sechs Euro, Plüschmäuse bringen durchschnittlich rund 17 Euro ein.
Wie so oft entscheiden Seltenheit und Zustand über den Preis. Einzelne Raritäten erzielen deutlich höhere Summen als gewöhnliche Fanartikel. So wird eine seltene gelb gestreifte Zebra-Diddlmaus auf Willhaben für mindestens 70 Euro angeboten. Eine große graue Diddl-Plüschmaus wurde sogar für 200 Euro hochgestellt.
Noch spektakulärer sind seltene Sammlerstücke in Originalverpackung. Ein nahezu vollständiges Display mit 425 originalverpackten Diddl-Micro-Karten brachte auf eBay sogar 568 Euro ein. Besonders umfangreiche Privatsammlungen auf Willhaben werden vereinzelt sogar für bis zu 2.000 Euro angeboten.
Nicht jede Diddl-Maus macht ihren Besitzer reich. Wer jedoch noch gut erhaltene Plüschtiere, seltene Sammelkarten oder originalverpackte Schreibwaren besitzt, könnte heute deutlich mehr dafür bekommen als gedacht.