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"Aus letztem Jahrhundert": Grüne schießen gegen Stocker

Grünen-Klubvize Sigi Maurer rechnet mit ÖVP-Kanzler Stocker und dessen Kurs bei Klima, Frauen und Steuern ab: "Keine Zukunftspolitik."
Heute Politik
01.09.2026, 18:02
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Die Grünen gehen Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) nach seinem ORF-Sommergespräch frontal an. Die stellvertretende Klubobfrau Sigi Maurer wirft dem ÖVP-Chef vor, ständig von der Zukunft zu sprechen, aber genau dort zu versagen.

"Kaum ein Wort hat Kanzler Stocker gestern so oft bemüht wie die 'Zukunft'. Sobald es aber um konkrete Inhalte ging, wurde schnell klar, wie die Zukunft aussieht, die sich die ÖVP vorstellt", schießt Maurer gegen den Kanzler.

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Dann legt sie nach: "Unsere Natur geht den sprichwörtlichen Bach runter, Frauen sollen zurück an den Herd, dafür gibt's Steuergeschenke für Wohlhabende."

„Klimaschutz verschleppen, Frauen zurück an den Herd und Wohlhabende mit neuen Steuergeschenken bedenken – das ist keine Zukunftspolitik“
Sigi MaurerStv. Klubchefin der Grünen

"Aus dem letzten Jahrhundert"

Beim Klimaschutz lässt Maurer kein gutes Haar an der Regierung. "Während die Menschen in Österreich monatelang unter extremer Hitze und Dürre gelitten haben, hat diese Regierung beim Klimaschutz weiter Ferien gemacht."

"Dafür hat der Kanzler den Sommer genutzt, um Frauen auszurichten, Kinderbetreuung sei keine Arbeit", ärgert sich Maurer weiter.

Die Grünen-Politikerin erklärt: "Als Frau kann man es dieser ÖVP offenbar einfach nicht recht machen: Wer Kinder betreut, arbeitet angeblich nicht – wer keine oder 'zu wenige' bekommt, macht es aber auch falsch."

Maurers Urteil ist eindeutig: "Das ist kein Frauenbild der Zukunft, sondern das klassische alte Denken aus dem letzten Jahrhundert – von Gleichstellung keine Spur."

Kritik an Stockers Zukunftsdepot

Auch das von Stocker angekündigte Zukunftsdepot für Kinder überzeugt Maurer nicht. "Dass sich der Kanzler Gedanken über die finanzielle Zukunft unserer Kinder macht, wäre grundsätzlich begrüßenswert. Was er präsentiert, ist aber ein Sparmodell, von dem vor allem jene profitieren, die ohnehin genug Geld haben", kritisiert Maurer.

Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen mögliche Steuer- und Gebührenvorteile für jene, die größere Summen ansparen können. "Wer jeden Monat schauen muss, wie sich Miete, Lebensmittel und Schulsachen ausgehen, hat davon genau gar nichts", sagt Maurer.

Maurers abschließender Rundumschlag: „Wer ständig von Zukunft spricht, muss auch Politik für sie machen. Klimaschutz verschleppen, Frauen zurück an den Herd und Wohlhabende mit neuen Steuergeschenken bedenken – das ist keine Zukunftspolitik."

{title && {title} } pol, {title && {title} } 01.09.2026, 18:02
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