Du willst nur noch schnell die Wäsche aufhängen, wirfst einen Blick aufs Display – noch 15 Minuten. Eine Viertelstunde später steht dort gefühlt immer noch dasselbe. Was nach einer Macke der Waschmaschine aussieht, kann allerdings einen überraschend simplen Grund haben – und den verursachen wir manchmal selbst.
Zu Beginn eines Programms schätzt das Gerät, wie lange Waschen, Spülen und Schleudern dauern werden. Diese Berechnung basiert zunächst auf den vorgesehenen Programmschritten und wird bei vielen Maschinen während des Betriebs angepasst. Je nach Modell können Sensoren beispielsweise Beladung, Wasserstand oder Schaumbildung erfassen. Ändern sich die Bedingungen, reagiert die Maschine – und aus den vermeintlich letzten 15 Minuten können plötzlich deutlich mehr werden.
Ein möglicher Auslöser steht wahrscheinlich direkt neben deiner Waschmaschine: das Waschmittel. Nach dem Motto "Viel hilft viel" landet schnell noch ein zusätzlicher Schuss Flüssigwaschmittel oder eine großzügige Portion Pulver in der Maschine. Sauberer wird die Wäsche dadurch aber nicht automatisch. Im Gegenteil: Zu viel Waschmittel kann übermäßig viel Schaum verursachen.
Die Maschine misst dabei nicht unbedingt direkt, wie viel Waschmittel du eingefüllt hast. Je nach Gerät erkennt sie vielmehr die Folgen, etwa eine ungewöhnlich starke Schaumbildung, und passt daraufhin den Programmablauf an.
Um überschüssigen Schaum und Waschmittelreste loszuwerden, können manche Geräte zusätzlich Wasser verwenden oder weitere beziehungsweise längere Spülphasen einlegen. Das braucht Zeit – und die ursprüngliche Berechnung auf dem Display stimmt plötzlich nicht mehr. Die Restzeitanzeige wird deshalb während des Waschgangs neu kalkuliert. Die Uhr ist also nicht unbedingt "hängengeblieben": Die Maschine hat ihren Ablauf schlicht verändert.
Wie viel Waschmittel wirklich nötig ist, hängt unter anderem von Wäschemenge, Verschmutzung, Wasserhärte und dem Mittel ab. Statt nach Gefühl großzügig nachzuschütten, solltest du dich daher an der Dosierempfehlung orientieren.