An ALLE Gärtner

Dieser Laub-Fehler kann dir später Probleme bereiten

Der Garten ist voller Blätter, der Rechen steht bereit – und am Ende landet alles im Komposthaufen. Klingt praktisch, ist aber nicht immer schlau.
Heute Life
23.09.2026, 12:50
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Im Herbst wird aus dem Garten schnell ein Blättermeer. Also alles zusammenrechen und ab damit auf den Kompost? Ganz so einfach ist es nicht. Denn während manche Blätter schon nach vergleichsweise kurzer Zeit zu wertvollem Humus zerfallen, können andere zum echten Geduldsspiel werden – und eine Sorte solltest du nur mit besonderer Vorsicht kompostieren.

Dieses Laub wird besonders schnell zu Humus

Grundsätzlich ist Herbstlaub viel zu schade, um es einfach zu entsorgen. Richtig kompostiert entsteht daraus wertvoller Laubhumus, der die Bodenstruktur verbessern und im Garten wiederverwendet werden kann. Besonders unkompliziert sind etwa die Blätter von Hainbuche, Buche, Esche, Eberesche, Ahorn, Linde, Haselnuss, Ulme und Birke. Auch das Laub vieler Obstbäume lässt sich gut kompostieren. Unter passenden Bedingungen kann daraus innerhalb von etwa einem Jahr Laubhumus entstehen.

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Bei diesen Bäumen brauchst du Geduld

Deutlich widerspenstiger sind dagegen die Blätter von Pappel, Platane, Kastanie, Walnuss, Ginkgo und Eiche. Sie enthalten je nach Baumart mehr Gerbstoffe, besitzen schwer zersetzbare Bestandteile oder eine festere beziehungsweise wachsige Blattstruktur. Dadurch brauchen Mikroorganismen wesentlich länger, um sie abzubauen.

In den Mistkübel müssen die Blätter deshalb nicht automatisch. Es kann sinnvoll sein, größere Mengen getrennt zu sammeln und zu kompostieren. Wer das Laub vorher etwa mit dem Rasenmäher zerkleinert, vergrößert die Angriffsfläche für die Zersetzer und kann den Prozess beschleunigen.

Hier lieber genauer hinschauen

Besonders häufig sorgt die Walnuss für Diskussionen: Ihre Blätter enthalten Gerbstoffe und unter anderem den Pflanzenstoff Juglon. Deshalb werden größere Mengen Walnusslaub besser nicht einfach auf einmal unter den übrigen Kompost gemischt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes einzelne Walnussblatt Sondermüll ist. Kleine Mengen können zusammen mit anderen Materialien kompostiert werden; bei größeren Mengen bietet sich eine getrennte Verrottung an. Auch krankes oder stark von Schädlingen befallenes Laub sollte nicht bedenkenlos auf den eigenen Kompost wandern.

So wird aus dem Blätterberg guter Kompost

Nur Laub übereinanderzustapeln ist nicht ideal. Vermische die Blätter besser mit strukturreichem Material wie zerkleinertem Gehölzschnitt und anderem geeigneten Kompostmaterial. So gelangt Luft in den Haufen und die Zersetzung wird unterstützt. Auch die Feuchtigkeit muss stimmen: Der Kompost sollte sich feucht anfühlen, aber nicht dauerhaft nass sein. Bei längerer Trockenheit kann etwas Wasser nötig werden. Gelegentliches Umsetzen bringt zusätzlich Sauerstoff hinein.

Dann heißt es allerdings warten. Laubkompost braucht Zeit – häufig mindestens ein Jahr, bei schwer verrottenden Blättern deutlich länger. Fertigen Laubhumus erkennst du daran, dass aus dem bunten Blätterhaufen eine lockere, krümelige und dunkelbraune Masse geworden ist.

red,23.09.2026, 12:50