Nun redet sie sich raus

Fall Gunkl – Frau erpresste ihn, Mutter gab ihr Tipps

Neue Wende im Fall Gunkl: Eine der wegen Erpressung angeklagten Frauen will nun einen Freispruch beim Prozess am Donnerstag. "Heute" kennt Details.
18.10.2026, 17:50
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Neue Details vor dem Prozessbeginn am Donnerstag gegen Star-Kabarettist Günther "Gunkl" Paal (64) und seine mutmaßlichen Erpresserinnen (42, 63). Während die jüngere Slowakin voll geständig ist, strebt ihre Mutter laut "Heute"-Infos einen Freispruch an.

Wie berichtet, soll Paal die beiden Hobby-Prostituierten seit rund zwölf Jahren kennen. Aus regelmäßigen Treffen gegen Bezahlung wurde laut Verteidigung ein beinahe familiäres Verhältnis mit gemeinsamen Festen und Shopping-Touren auf Gunkls Kosten. Alkohol floss zumeist in Strömen.

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Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Die Mutter sei sogar in den Kabarettisten verliebt gewesen, hieß es. Doch im Jänner 2025 kam es zum Bruch: Paal soll die damals vierjährige Tochter der 42-Jährigen sexuell missbraucht haben. Danach drohte die Kindsmutter, der längst das Sorgerecht entzogen worden ist, laut Anklage, Gunkls abartige Neigungen öffentlich zu machen. Aus Angst und Scham zahlte Paal immer höhere Summen, insgesamt rund 159.000 Euro.

Werner Wendt verteidigt die beiden Slowakinnen.
Heute

Mutter wunderte sich über das viele Geld

Kurz vor Prozessstart nun die Wende: "Die Tochter hat über Wochen völlig autonom gehandelt", erklärt Verteidiger Werner Wendt gegenüber "Heute". Die 63-Jährige habe Paals ausdrücklichen Wunsch keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt und sich auch daran gehalten.

Erst als sie sich wunderte, woher ihre Tochter plötzlich so viel Geld für Immobilien hatte, sei sie eingeweiht worden. Danach gab sie ihr offenbar Tipps für weitere Geldforderungen. Selbst erpresst habe die 63-Jährige laut Wendt aber nie. Und: eine etwaige Beitragstäterschaft ist in ihrem Fall nicht angeklagt.

Erst nach Festnahme drohte die Mutter

Schließlich ging Paal zur Polizei:  Bei einer fingierten Geldübergabe von weiteren 30.000 Euro am Wiener Hauptbahnhof klickten am 5. Juni 2026 für die 42-Jährige die Handschellen. Erst danach nahm die 63-Jährige wieder Kontakt zu Paal auf, so ihr Verteidiger. "Eigentlich gehört nicht meine Tochter, sondern du ins Gefängnis, weil du so pervers bist!", teilte sie ihm laut "Heute"-Infos mit. Kurz darauf klickten auch für sie die Handschellen.

Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler Gunkls Computer insgesamt 960 Bilder und 19 Videos mit Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger. Sein Geheim-Laptop, den er laut "Heute"-Infos immer zu den Treffen mitgebracht haben soll, bleibt bis heute verschwunden – mehr dazu hier.

Das minderjährige Opfer wird vom Verein MÖWE vertreten und soll eine Entschädigung fordern. Dafür habe Gunkl bereits 5.000 Euro auf dem Konto seines Anwalts hinterlegt, heißt es. Beim Prozess will sich der Kabarettist geständig verantworten, hofft so auf ein besonders mildes Urteil. Den Frauen droht eine höhere Strafe als dem Kabarettisten. Für alle drei Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

ct, 18.10.2026, 17:50
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