Vor zwölf Jahren soll der Kabarettist die beiden Frauen kennengelernt haben. Mutter und Tochter sollen damals ihre Dienste als "Hobby-Prostituierte" angeboten haben – wir berichteten. Was später passierte, sorgte für Entsetzen: Denn der 64-jährige Künstler gestand öffentlich, sich gegenüber der damals vierjährigen Tochter der jüngeren Frau abartig benommen zu haben. Gunkl soll sie sexuell missbraucht haben.
Daraufhin – so die Anklage – hätten ihn Mutter und Tochter erpresst. 159.000 Euro seien geflossen. Schließlich ging Paal zur Polizei: Bei einer fingierten Geldübergabe von weiteren 30.000 Euro am Wiener Hauptbahnhof klickten am 5. Juni 2026 für die 42-Jährige die Handschellen. "Eigentlich gehört nicht meine Tochter, sondern du ins Gefängnis, weil du so pervers bist!", teilte die Mutter der 42-Jährigen dem Star-Kabarettisten laut "Heute"-Infos mit. Kurz darauf klickten auch für sie die Handschellen.
Kurz vor Prozessstart windet sie sich nun raus: "Die Tochter hat über Wochen völlig autonom gehandelt", behauptet der Verteidiger der beiden Frauen, Werner Wendt. Erst als die Mutter sich wunderte, woher ihre Tochter plötzlich so viel Geld für Immobilien hatte, sei sie eingeweiht worden.Danach habe sie der Jüngeren zwar Tipps für weitere Geldforderungen gegeben. Selbst erpresst hat die 63-Jährige laut Wendt aber nie. Und: Eine etwaige Beitragstäterschaft ist in ihrem Fall nicht angeklagt. Sollte das Gericht diesem Argument folgen, wäre sogar ein Freispruch möglich.
Beim Prozess am Donnerstag ist großer Medienandrang gewiss, ein Ausschluss der Öffentlichkeit gilt jedoch als wahrscheinlich. Schließlich wird sich das missbrauchte Mädchen auch als Privatbeteiligte anschließen. Das Kind wird vom Verein MÖWE vertreten. Gunkl, der sich zwischenzeitlich stationär in einem Spital befunden haben soll, will vor Gericht gestehen. Für den Fall einer Verurteilung legte er bereits 5.000 Euro Schadenswiedergutmachung beiseite, heißt es. Für alle drei gilt die Unschuldsvermutung.