Welthundetag

Mehr als gedacht! So viel kostet ein Hund wirklich

Ein Hund bringt Liebe ins Haus, kostet aber Tausende Euro. Futter, Tierarzt und Abgaben: So teuer wird der Vierbeiner in Österreich wirklich.
Heute Tierisch
10.10.2026, 07:45
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Am 10. Oktober ist Welthundetag – ein Tag für die treuen Begleiter, die uns täglich zum Lachen bringen, Trost spenden und bei jedem Wetter vor die Tür locken. Doch während Bello mit großen Augen um ein Leckerli bettelt, wird es für Herrchen und Frauchen beim Blick aufs Konto oft weniger erfreulich. Denn ein Hund kostet nicht nur bei der Anschaffung Geld. Futter, Tierarzt, Versicherung und Steuern summieren sich über die Jahre zu einer beträchtlichen Rechnung.

Laut der Österreichischen Tierärztekammer können für einen Hund im Laufe seines Lebens rund 15.000 Euro anfallen. Je nach Rasse, Größe, Gesundheitszustand und Lebensstil kann es auch deutlich mehr werden. Der Welthundetag ist daher nicht nur Anlass zum Kuscheln, sondern auch ein guter Zeitpunkt, um über die tatsächlichen Kosten der Hundehaltung zu sprechen.

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Vom Welpen bis zum Körbchen: Der Start kostet

Wer sich zum Welthundetag den Wunsch nach einem eigenen Vierbeiner erfüllen möchte, sollte die Anschaffung gut kalkulieren. Bei einer Adoption aus dem Tierschutz fällt üblicherweise eine Schutzgebühr an. Bei Tierschutz Austria liegt diese für einen Hund laut veröffentlichten Richtwerten bei etwa 300 bis 350 Euro. Wer einen Hund von einem Züchter kauft, kann je nach Rasse und Herkunft mit mehreren Hundert bis über 1.500 Euro rechnen.

Dazu kommen Leine, Brustgeschirr, Körbchen, Transportbox, Spielzeug und Pflegezubehör. Auch Hundeschule oder Welpenkurs können notwendig sein. Damit ist die erste Rechnung oft schon deutlich höher als erwartet – und Bello hat noch nicht einmal sein erstes Jahr hinter sich.

Futter, Impfungen und Versicherung: Monat für Monat

Ist der Hund erst eingezogen, beginnt der laufende Kostenblock. Futter und Leckerlis schlagen je nach Größe und Ernährungsbedarf ordentlich zu Buche. Als Richtwert nennt Tierschutz Austria für die Fütterung mindestens rund 110 Euro im Monat. Kauartikel und Beschäftigungsmaterial können zusätzlich kosten.

Auch Impfungen, Parasitenvorsorge und regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt gehören dazu. Eine Haftpflichtversicherung schützt vor bestimmten finanziellen Folgen, wenn der Hund Schäden verursacht. Wer sich gegen hohe Behandlungskosten absichern möchte, kann außerdem eine Tierkrankenversicherung prüfen. Dabei gilt: Prämien, Selbstbehalte und Leistungsausschlüsse unterscheiden sich je nach Anbieter.

Wien kassiert mit: Die Hundeabgabe steigt

Auch der Staat beziehungsweise die Gemeinde hält bei der Hundehaltung die Hand auf. Die Höhe der Hundeabgabe hängt vom Wohnort ab. In Wien beträgt sie derzeit 72 Euro pro Jahr für den ersten Hund und 105 Euro für jeden weiteren. Ab 1. Jänner 2027 steigt die Abgabe auf 120 Euro pro Hund und Kalenderjahr.

Dazu kommen weitere Vorschriften: In Wien sind eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 725.000 Euro sowie ein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Wer einen Hund halten will, sollte sich daher vorab über die geltenden Regeln im eigenen Bundesland informieren.

Hier wird es richtig teuer

Die größte Kostenfalle lässt sich kaum planen: eine Krankheit oder ein Unfall. Eine Untersuchung ist noch überschaubar, doch Medikamente, weiterführende Diagnostik und Operationen können die Rechnung schnell in die Höhe treiben. Für aufwendige Eingriffe werden mitunter vierstellige Beträge fällig.

Eine Versicherung kann helfen, das finanzielle Risiko zu begrenzen – allerdings übernimmt nicht jeder Tarif sämtliche Kosten. Wer keine Versicherung abschließt, sollte deshalb Geld für medizinische Notfälle zurücklegen. Denn wenn Bello plötzlich Hilfe braucht, sollte nicht das Konto darüber entscheiden, welche Behandlung möglich ist.

Welthundetag als Weckruf für künftige Hundebesitzer

Der Welthundetag erinnert daran, wie viel Freude Hunde in unser Leben bringen. Er ist aber auch ein guter Anlass, die Verantwortung hinter der niedlichen Schnauze nicht zu unterschätzen. Ein Hund braucht nicht nur Liebe, sondern täglich Futter, Bewegung, Zeit und medizinische Versorgung – oft über viele Jahre hinweg.

Wer einen Vierbeiner aufnehmen möchte, sollte daher nicht allein den Kaufpreis kalkulieren. Auch Betreuung im Urlaub, Hundeschule und unerwartete Tierarztkosten gehören ins Budget. Denn die entscheidende Frage lautet nicht, ob man sich Bello heute leisten kann. Sondern ob man ihn auch morgen und in zehn Jahren noch gut versorgen kann.

red,10.10.2026, 07:45