Auf dem Wochenmarkt stapeln sie sich derzeit in allen Größen, im Garten wachsen sie oft schneller nach, als man sie ernten kann: Zucchini haben Hochsaison. Bevor das vielseitige Sommergemüse aber in Pfanne, Ofen oder auf dem Grill wandert, stellt sich vielen dieselbe Frage: Muss die Schale eigentlich runter – oder kann sie bedenkenlos mitgegessen werden?
Die gute Nachricht: Zucchini müssen grundsätzlich nicht geschält werden. Im Gegenteil – die Schale bringt sogar einige Vorteile mit sich. Sie sorgt für mehr Aroma, verleiht dem Gemüse beim Garen mehr Stabilität und verhindert, dass die Zucchini zu schnell zerfällt. Gleichzeitig sitzen in und direkt unter der Schale zahlreiche Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die beim Schälen teilweise verloren gehen.
Wer Zucchini ungeschält genießen möchte, sollte sie vor der Zubereitung lediglich gründlich waschen und beide Enden abschneiden.
Manche Menschen glauben, die Schale sei für einen bitteren Geschmack verantwortlich. Tatsächlich steckt jedoch ein anderer Grund dahinter: Schmeckt eine Zucchini deutlich bitter, kann sie den natürlichen Bitterstoff Cucurbitacin enthalten. Dieser kann entstehen, wenn Pflanzen unter starkem Trockenstress leiden oder – insbesondere bei selbst angebauten Zucchini – durch unerwünschte Kreuzungen mit Zierkürbissen.
Wichtig: Bitter schmeckende Zucchini sollten nicht gegessen werden. Cucurbitacin ist hitzestabil und wird weder beim Kochen noch beim Grillen zerstört.
Auch wenn die Schale meist problemlos mitgegessen werden kann, gibt es Ausnahmen. Sehr große oder ältere Zucchini entwickeln oft eine dickere, härtere Schale, die beim Essen als zäh empfunden werden kann. In diesen Fällen lohnt sich das Schälen – am einfachsten mit einem Sparschäler.
Beschädigte oder unschöne Stellen müssen ebenfalls nicht mitgegessen werden. Sie lassen sich einfach großzügig herausschneiden. Das gilt übrigens nicht nur für grüne Zucchini: Auch gelbe Sorten können in der Regel ungeschält verarbeitet werden.
Wer besonders aromatische Zucchini möchte, greift am besten zu kleineren Exemplaren. Früchte mit einer Länge von etwa zehn bis 15 Zentimetern gelten als besonders zart, enthalten weniger Kerne und überzeugen mit einem intensiveren Geschmack. Die heimische Saison dauert in der Regel von Juni bis Oktober. In dieser Zeit gibt es das Gemüse frisch aus regionalem Anbau besonders häufig.