Winterobst

Warum die Fäden bei den Mandarinen dranbleiben sollten

Du zupfst die weißen Fäden von Mandarinen ab? Dabei steckt gerade in ihnen mehr, als du wohl denkst.
06.11.2026, 11:15
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Wenn es draußen kalt wird, gehören Mandarinen einfach dazu. Ob im Nikolaussackerl, als kleiner Snack auf der Couch oder zwischendurch im Büro – die süßen Zitrusfrüchte sind aus der Winterzeit kaum wegzudenken. Doch wer beim Schälen besonders gründlich ist, entfernt möglicherweise einen wertvollen Teil der Frucht.

Warum du die weißen Fäden mitessen solltest

Was viele für lästige Schalenreste halten, hat sogar einen eigenen Namen: Albedo. So wird die weiße, schwammartige Schicht zwischen der äußeren Schale und dem Fruchtfleisch bezeichnet. Die feinen Fäden, die an den Mandarinenstücken hängen bleiben, gehören dazu.

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Die Schicht enthält wertvolle Pflanzenstoffe, darunter sogenannte Flavonoide. Diese zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und werden unter anderem wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften erforscht. Auch Vitamin C ist nicht ausschließlich im saftigen Fruchtfleisch enthalten. Wer die weißen Reste mitisst, muss also keineswegs befürchten, etwas Ungenießbares zu erwischen.

Die Fäden haben noch einen weiteren Vorteil

Besonders interessant sind die Ballaststoffe, die in der weißen Schicht stecken. Sie werden im Dünndarm nicht vollständig verdaut und können die Verdauung unterstützen. Ballaststoffreiche Lebensmittel tragen außerdem dazu bei, dass wir uns länger satt fühlen. Die kleinen weißen Fäden allein machen aus einer Mandarine zwar keine Wunderfrucht, sie sind aber ein guter Grund, beim Schälen nicht jedes Fitzelchen zu entfernen.

Und der leicht bittere Geschmack? Der ist völlig normal. Wer ihn nicht mag, darf die Fäden natürlich weiterhin abzupfen. Gesundheitlich notwendig ist das allerdings nicht.

Vorsicht bei der äußeren Schale

Während die weißen Fäden problemlos mitgegessen werden können, sollte man bei der äußeren Mandarinenschale genauer hinschauen. Wer Schalen von Zitrusfrüchten etwa für Tee, Kuchen oder zum Verfeinern von Speisen verwenden möchte, greift am besten zu Bio-Früchten beziehungsweise zu Ware, deren Schale ausdrücklich zum Verzehr geeignet ist. Denn konventionelle Zitrusfrüchte können mit Pflanzenschutz- oder Konservierungsmitteln behandelt worden sein. Auch unbehandelte Früchte sollten vor der Verwendung gründlich gewaschen werden.

red, 06.11.2026, 11:15
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