Wenn die Temperaturen steigen, heizen sich nicht nur Wände und Möbel auf, auch der Fußboden speichert Wärme. Wer an heißen Tagen mit einem feuchten Wischmopp durch die Wohnung geht, sorgt kurzfristig für eine angenehmere Raumtemperatur und ein frischeres Wohngefühl.
Der Trick dahinter ist einfach: Verdunstet das Wasser auf dem Boden, wird der Umgebung Wärme entzogen. Dieser physikalische Effekt sorgt dafür, dass sich der Boden kühler anfühlt und die Raumluft kurzfristig als angenehmer empfunden wird. Besonders Fliesen- oder Steinböden profitieren davon, da sie Feuchtigkeit gut aufnehmen und ohnehin kühl wirken.
Damit der Effekt möglichst groß ist, sollte der Boden nur nebelfeucht gewischt werden. Zu viel Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit und kann die Hitze sogar unangenehmer machen. Am besten wird frühmorgens oder abends gewischt, wenn gleichzeitig gelüftet werden kann. So bleibt die Wohnung länger angenehm temperiert.
Feucht wischen ersetzt keine Klimaanlage und wirkt nur für begrenzte Zeit. Wichtig ist außerdem, nicht ständig Wasser in der Wohnung verdunsten zu lassen, wenn die Luft ohnehin schwül ist. In diesem Fall steigt die Luftfeuchtigkeit weiter an und der Kühleffekt lässt nach.
Ergänzend helfen außenliegender Sonnenschutz, geschlossene Fenster während der größten Hitze und regelmäßiges Lüften in den kühleren Morgen- und Abendstunden.
Am besten wird der Boden mit kühlem Wasser gewischt, damit der Verdunstungseffekt stärker wirkt. Zusätzlich kann es helfen, barfuß über den noch leicht feuchten Boden zu gehen – so spürt man die kühlende Wirkung direkt und das Raumgefühl wird sofort angenehmer.