Gemeine Hitzefalle

Warum du den Ventilator ab 39 Grad ausschalten solltest

Steigt die Raumtemperatur, kann der Ventilator zum Gesundheitsrisiko werden. Experten warnen vor einer zusätzlichen Hitzebelastung für den Körper.
Heute Life
26.06.2026, 10:23
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An heißen Sommertagen läuft der Ventilator in vielen Haushalten auf Hochtouren. Das angenehme Lüftchen vermittelt sofort ein Gefühl von Abkühlung – doch dieser Eindruck kann täuschen: Denn der Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht, sondern bewegt lediglich die Luft. Bei extremer Hitze stößt dieses Prinzip an seine Grenzen und kann sogar das Gegenteil bewirken.

Warum der Ventilator plötzlich zum Problem wird

Viele glauben, ein Ventilator kühle den Raum. Tatsächlich sorgt er lediglich dafür, dass der Schweiß auf der Haut schneller verdunstet. Dieser Effekt funktioniert hervorragend, solange die Umgebungstemperatur moderat bleibt.

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Steigt die Raumtemperatur jedoch auf etwa 39 Grad Celsius und herrscht gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit, kehrt sich der Effekt um: Statt den Körper zu kühlen, wird heiße Luft permanent auf die Haut geblasen. Dadurch kann der Körper mehr Wärme aufnehmen, als er über das Schwitzen wieder abgeben kann.

Die meisten fallen in die Tappe rein

Eine aktuelle internationale Untersuchung zeigt: Selbst junge und gesunde Erwachsene profitieren bei extremer Hitze nicht mehr vom Ventilator. Die Schweißproduktion steigt deutlich an, wodurch der Körper erheblich mehr Flüssigkeit verliert. Wer dann zu wenig trinkt, belastet seinen Kreislauf zusätzlich und erhöht das Risiko für Dehydrierung.

Lieber ohne Ventilator

Besonders kritisch wird es, wenn gleichzeitig körperliche Anstrengung dazukommt, der Körper stark schwitzt und zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird. In dieser Situation steigt die Belastung für den Kreislauf deutlich an. Experten empfehlen daher, den Ventilator nicht dauerhaft direkt auf den Körper zu richten oder ihn bei extremer Hitze ganz auszuschalten.

Diese Maßnahmen helfen

Wer seinen Körper an Hitzetagen effektiv schützen möchte, sollte stattdessen auf bewährte Maßnahmen setzen. Tagsüber sollten Fenster und Rollläden geschlossen bleiben, damit sich die Wohnräume nicht zusätzlich aufheizen. Gelüftet wird am besten in den frühen Morgenstunden oder spät am Abend, wenn die Außentemperaturen deutlich niedriger sind.

Ebenso wichtig ist es, regelmäßig ausreichend Wasser zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Lauwarme Duschen oder feuchte Tücher auf Nacken und Armen sorgen ebenfalls für eine angenehme Abkühlung, ohne den Kreislauf unnötig zu belasten.

Wer die Möglichkeit hat, sollte sich außerdem zeitweise in klimatisierten oder zumindest deutlich kühleren Räumen aufhalten. Diese Maßnahmen helfen dem Körper wesentlich effektiver dabei, die Hitze zu bewältigen, als ein Ventilator bei extrem hohen Temperaturen.

Gerät kann überhitzen

Übrigens: Nicht nur der Körper leidet unter extremer Hitze, auch der Ventilator selbst kann an seine Grenzen kommen. Läuft das Gerät stundenlang bei Temperaturen um die 40 Grad, kann sich der Motor stark erhitzen.

Zwar verfügen viele moderne Modelle über einen Überhitzungsschutz und schalten sich im Ernstfall automatisch ab, dennoch empfehlen Experten, den Ventilator regelmäßig auszuschalten und nicht unnötig im Dauerbetrieb laufen zu lassen. So schont man nicht nur das Gerät, sondern spart auch Energie.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.06.2026, 10:23
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