Ein eigenes Zuhause, vier Wände, die wirklich einem gehören – für viele war das lange ein fixer Bestandteil der Lebensplanung. Doch für die junge Generation wirkt dieser Traum zunehmend wie ein Luxus. Die neue Ö3-Jugendstudie 2026 zeigt: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft bei Gen Z eine immer größere Lücke.
Die Sehnsucht nach einem eigenen Zuhause ist nach wie vor groß, doch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nur 41 Prozent der Gen Z glauben, dass sie sich in Zukunft ein Einfamilienhaus leisten können. Gleichzeitig wünschen sich 66 Prozent eine Ehe und 65 Prozent Kinder. Ein stabiles Zuhause bleibt also zentral, doch die finanzielle Realität macht vielen einen Strich durch die Rechnung.
Wenn es um Zukunftsängste geht, steht Geld ganz oben: 40 Prozent sorgen sich, ob sie genug Geld haben werden. Direkt dahinter folgt das Thema Wohnen: 31 Prozent nennen leistbare Wohnungen als große Sorge.
Ein eigenes Zuhause bedeutet für viele mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es steht für Sicherheit, Stabilität und Zukunft. Das spiegelt sich auch in den Werten wider: 73 Prozent halten Treue für wichtig, viele planen langfristige Beziehungen und Familien. Doch ohne leistbaren Wohnraum geraten genau diese Pläne ins Wanken.
Die Folgen sind spürbar: Wenn Wohnen unsicher wird, werden auch andere Entscheidungen schwieriger. Das betrifft nicht nur Familiengründung, sondern auch Jobwahl oder Lebensstil.
Gleichzeitig bleibt die Gen Z aktiv und interessiert: 74 Prozent interessieren sich für Politik, fühlen sich aber oft nicht ausreichend vertreten.
Die Ö3-Studie zeigt auch, wo junge Menschen dringend Veränderungen sehen: 78 Prozent sehen Handlungsbedarf bei der Wirtschaft – und auch beim Thema Wohnen wächst der Druck.
Viele wünschen sich mehr Mitsprache und konkrete Lösungen, denn die aktuellen Entwicklungen betreffen letztendlich direkt ihre Zukunft.