Die Zukunft wirkt oft wie ein großes Fragezeichen. Klimakrise, Teuerung, Kriege – Schlagzeilen, die den Alltag prägen. Und trotzdem: Während viele Ältere zweifeln, blickt eine Generation überraschend anders nach vorn. Die neue Ö3-Jugendstudie zeigt, wie junge Menschen in Österreich ihre Zukunft sehen – und warum sie trotz allem nicht aufgeben.
Die Realität ist komplex: Wirtschaftskrise, steigende Lebenshaltungskosten und gesellschaftliche Spannungen gehören für viele junge Menschen zum Alltag. Und doch zeigt die Studie ein klares Bild: 86 Prozent der Gen Z blicken optimistisch auf ihre eigene Zukunft. Gleichzeitig bleibt der Blick auf die Welt kritisch: Fast 80 Prozent schätzen globale Entwicklungen pessimistisch ein.
Trotz aller Veränderungen sind viele Lebensziele überraschend traditionell: 66 Prozent sehen sich verheiratet, 65 Prozent wünschen sich Kinder. Gleichzeitig glauben aber nur 41 Prozent, sich ein eigenes Haus leisten zu können.
Die größte Sorge: Geld. Für 40 Prozent ist finanzielle Sicherheit das zentrale Thema, gefolgt von leistbarem Wohnen und sozialen Spannungen.
Digital ist die Gen Z längst zuhause – manchmal vielleicht zu sehr: Rund die Hälfte verbringt täglich mehrere Stunden vor dem Bildschirm, 73 Prozent kennen das Gefühl des endlosen Scrollens.
Dabei bleibt es nicht nur bei Unterhaltung: Viele konsumieren Nachrichten bewusst – auch wenn sie belasten. 53 Prozent der Befragten hat sich mit schlechten Nachrichten im Dauerscroll-Modus konfrontiert.
Trotz digitaler Dauerpräsenz bleiben zwischenmenschliche Werte zentral. Treue ist für 73 Prozent wichtig. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, wie stark das Smartphone im Alltag verankert ist: 40 Prozent würden eher auf Sex als auf ihr Handy verzichten.
Drei Viertel (74 Prozent) der jungen Menschen interessieren sich für Politik. Gleichzeitig fühlt sich die Mehrzahl (48 Prozent) von ihr nicht richtig vertreten.
Der Wunsch ist klar: mehr Mitsprache, mehr Dialog auf Augenhöhe. Denn viele haben das Gefühl, dass Entscheidungen über ihre Zukunft getroffen werden – ohne sie ausreichend einzubeziehen.