Das Auto ist in Österreich noch lange nicht Geschichte. Die neue Studie der Wiener Städtischen Versicherung zeigt, dass trotz Klimadebatte und neuer Technologien der klassische Verbrenner klar auf der Überholspur bleibt. Österreich bewegt sich zwar in Richtung Zukunft, doch der Abschied vom klassischen Auto mit einem Verbrenner unter der Motorhaube ist noch lange nicht in Sicht.
Wenn es um den Antrieb geht, setzen die Österreicher weiterhin auf Bewährtes: 58 Prozent fahren Benziner, weitere 37 Prozent Diesel. Hybrid- und Elektroautos kommen zusammen gerade einmal auf 14 Prozent.
Auch beim nächsten Autokauf bleiben viele konservativ: Rund ein Drittel würde wieder einen Benziner wählen, 28 Prozent einen Diesel – während Hybridmodelle mit 25 Prozent bereits aufholen.
"Die Transformation der Mobilität ist in vollem Gange. Während alternative Antriebe zunehmend an Bedeutung gewinnen, bleibt der Verbrennungsmotor vorerst jedoch ein zentraler Bestandteil des Autokaufs", erklärt Doris Wendler von der Wiener Städtischen.
Besonders überraschend: Das Auto erlebt bei Jüngeren ein Comeback. Für rund zwei Drittel der Österreicher ist es ohnehin unverzichtbar, am Land sogar für 74 Prozent. Für 30 Prozent hat das Auto zuletzt sogar an Bedeutung gewonnen. "Das Auto ist für viele Menschen weit mehr als ein Fortbewegungsmittel – es steht nach wie vor für Unabhängigkeit und persönliche Freiheit", so Wendler.
Selbstbewusstsein am Steuer ist reichlich vorhanden: Acht von zehn Österreichern sehen sich als (sehr) gute Autofahrer. Männer schätzen sich dabei mit 86 Prozent noch besser ein als Frauen (79 Prozent).

Auf der Autobahn hält sich die Mehrheit zwar an Tempo 130 – doch rund jeder Fünfte fährt schneller. Besonders auffällig ist die Generation der 30- bis 45-Jährigen: 26 Prozent von ihnen geben zu, regelmäßig schneller unterwegs zu sein.
Die Umstellung auf die digitale Vignette spaltet das Land: 49 Prozent sehen darin eine Verbesserung, während 51 Prozent von Zwangsdigitalisierung sprechen. Vor allem Jüngere stehen der Neuerung deutlich positiver gegenüber.
Beim Thema Zukunft zeigt sich Österreich gespalten. 60 Prozent können sich vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu kaufen. Gleichzeitig sehen viele auch Risiken – insbesondere Frauen sind skeptischer.
Deutlich ist die Meinung bei Sicherheitsmaßnahmen: Rund zwei Drittel befürworten Alkohol-Wegfahrsperren im Auto, die das Starten bei Überschreitung eines Grenzwerts verhindern.
Auch beim Versicherungsschutz zeigt sich ein deutlicher Trend mit steigender Tendenz: Insgesamt 42 Prozent setzen bereits auf Vollkasko – rund ein Drittel fährt weiterhin nur mit Haftpflicht.