Tierische Helfer

Zum Glück ist hier der Wurm drinnen

Die Frühlingszeit nähert sich unaufhaltsam und mit ihr auch das "Garteln". Am 15. Februar huldigen wir dem fleißigsten Helfer dabei: dem Regenwurm.
10.02.2026, 10:45
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Am "Tag des Regenwurms" dem 15. Februar dreht sich alles um den fleißigsten und wohl auch effektivsten Helfer im Garten. Immerhin lockert er die Erde auf, belüftet und düngt sie und ist auch ein wichtiges Nahrungsmittel für viele andere heimische Arten, die wir so sehr in unseren urbanen Oasen schätzen. Der Naturschutzbund hat ein paar Tipps und Tricks zur Unterstützung des fantastischen Wurms.

Multitalent

Regenwürmer sind – den Boden betreffend – wahre Multitalente: Durch ihre Grabtätigkeit lockern sie verdichtete Erde auf und legen dabei äußerst feine, weitverzweigte Röhrensysteme an. In einem Kubikmeter Boden können diese Gänge – wenn man sie zusammenrechnet – bis zu 1.100 Meter lang sein. Die Röhren verbessern die Durchlüftung und damit auch die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern. So kann Regen viel besser versickern und in den Boden eindringen, Staunässe wird reduziert und Pflanzenwurzeln erhalten leichter Zugang zu Wasser und Nährstoffen.

Gleichzeitig verzehren Regenwürmer abgestorbenes Pflanzenmaterial und scheiden es als wertvollen Wurmhumus wieder aus – ein besonders nährstoffreicher Dünger, der die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhöht. Auch fressen sie eine Vielzahl an Mikroorganismen und können so effektiv Krankheitserreger dezimieren. Böden mit aktiven Regenwurmpopulationen sind weitaus gesünder und dadurch auch viel widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Erosion und Nährstoffverluste.

Je mehr, desto gesünder!

Regenwurmdichte und Bodengesundheit bedingen einander, weshalb es gar nicht genug Regenwürmer im Garten geben kann. Ausschlaggebend dafür ist der pH-Wert des Bodens und seine Zusammensetzung wie Sand- und Lehmanteil, aber auch die Menge an Mikroplastik.

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Mikroplastik verändert nicht nur das Mikrobiom im Boden, es wird auch von den Regenwürmern leicht aufgenommen und kann ihren Verdauungstrakt schädigen und die Nahrungsaufnahme stören.

Was der Wurm alles kann

Regenwürmer sind Zwitterwesen, bestehen aus vielen Segmenten und besitzen einen auffälligen Gürtel, der ihre Geschlechtsreife anzeigt. Als Zwitter vermehren sie sich durch gegenseitige Befruchtung. Entgegen dem verbreiteten Mythos entstehen aus zerteilten Regenwürmern keine zwei Tiere: Es überlebt nur der Vorderteil, der Hinterteil bewegt sich lediglich noch wenige Minuten und lenkt damit Fressfeinde vom Vorderteil ab.

Da ist der Wurm drinnen:

- Am besten verzichtet man auf chemisch-synthetische Dünger und Pestizide, gräbt den Boden nicht unnötig um, lässt Laub und Pflanzenreste als Mulch liegen und sorgt für ausreichend Bodenfeuchtigkeit.

- Kompost, Gründüngung und vielfältige Bepflanzung schaffen ideale Lebensbedingungen für unsere fleißigen Helferleins.

- Verschiedene Regenwurmarten haben auch unterschiedliche Präferenzen für bestimmte Böden: Idealerweise legt man im Garten verschiedene Habitate an. Beispielsweise eine Feuchtwiese, einen trockeneren Bereich für unterschiedliche Arten, die wiederum die Pflegeleichtigkeit des Gartens enorm steigern.

Regenwürmer haben keine Augen, nehmen ihre Umwelt jedoch über Lichtreize, Erschütterungen und chemische Signale im Boden wahr. Schleimhaut und feine Borsten ermöglichen ihnen Fortbewegung und Verankerung in Böden. So sind die glitschigen Freunde hervorragend an das Leben unter der Erde angepasst.

Horizontal oder Vertikalbohrer?

Man unterscheidet drei ökologische Gruppen des Regenwurms: Ist der Wurm eher klein und dunkel pigmentiert, ist er höchstwahrscheinlich ein "Streubewohner". Ist er etwas größer und blass, dann ist er aller Voraussicht nach ein "Horizontalbohrer". Wenn er enorm groß und besonders kräftig wirkt, handelt es sich ziemlich sicher um einen "Vertikalbohrer".

Lobe den Regenwurm!

Gerade in Hausgärten sind Regenwürmer unverzichtbar: Sie verbessern die Bodenstruktur, steigern die Fruchtbarkeit von Beeten und sorgen dafür, dass Pflanzen gesünder wachsen. Ein naturnah gestalteter Garten ist dabei der verlässlichste Garant für eine gute Bodenqualität. Möglichst wenige menschliche Eingriffe, vielfältige Bepflanzung und möglichst viel organisches Material an der Oberfläche – in Form liegengelassener Pflanzenreste, Laub und Totholz – schaffen ideale Bedingungen für Regenwürmer und andere Bodenlebewesen.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } 10.02.2026, 10:45
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