Nächte & Nickerchen

Vor 12 Uhr schlafen gehen? Studie räumt mit Mythos auf

Bist du eine Lerche oder Nachteule – oder was anderes? Neue Forschung zeigt, dass Schlaf viel komplexer ist: Es existieren noch 3 weitere Schlaftypen.
Heute Life
09.02.2026, 22:40
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Frühaufsteher schwören auf ihre morgendliche Laufrunde, während Nachteulen ihre besten Ideen erst spätabends haben. Lange galt: Entweder man ist eine Lerche oder eine Nachteule. Doch neue Forschung zeigt, dass unser Schlafverhalten deutlich komplizierter ist: Eine kanadische Studie identifiziert fünf unterschiedliche Schlaftypen – und sie verrät, warum unser Schlaf weit mehr über Gesundheit, Stimmung und Leistungsfähigkeit sagt, als viele glauben.

Mehr als nur Früh- oder Spätaufsteher

Mithilfe von Gehirnscans, Fragebögen und medizinischen Daten von mehr als 27.000 Erwachsenen untersuchten die Wissenschafter, wann Menschen besonders wach oder müde sind – und wie sich das auf ihre Gesundheit auswirkt.

Das Ergebnis: Statt zwei gibt es fünf klare Schlaf-Subtypen, die sich nicht nur durch ihre Schlafzeiten, sondern auch durch Lebensstil, Emotionen und Krankheitsrisiken unterscheiden.

1
Nachteule I – leistungsfähig, aber impulsiv
Dieser Typ geht spät schlafen und steht spät auf. Er zeigt oft hohe geistige Leistungsfähigkeit, hat aber Probleme mit Emotionskontrolle. Häufig verbunden mit Alkohol, Rauchen, intensiver Handynutzung und wenig Tageslicht.
2
Nachteule II – Risiko für Herz und Psyche
Auch spät aktiv, jedoch häufiger verbunden mit Videospielen, geringem Einkommen und wenig Bewegung. Depressionen, Rauchen und erhöhte Herz-Kreislauf-Risiken treten hier öfter auf.
3
Frühaufsteher I – der gesündeste Typ
Dieser Schlaftyp schneidet gesundheitlich am besten ab. Meist Nichtraucher, wenig Alkohol, geringe Risikobereitschaft. Zwar etwas nervöser und sorgenvoller, dafür insgesamt deutlich weniger gesundheitliche Probleme.
4
Frühaufsteher II – emotional belastet
Überwiegend Frauen, die früh aufstehen, aber häufiger unter depressiven Symptomen leiden. Auch hormonelle Auffälligkeiten und die Einnahme von Antidepressiva treten hier öfter auf.
5
Nachteule III – hohes Gesundheitsrisiko
Vor allem Männer. Dieser Typ ist häufiger von Bluthochdruck, Herzproblemen, Depressionen, starkem Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Risikoverhalten betroffen.

Was bedeutet dein Schlaftyp für deine Gesundheit?

Entgegen früherer Annahmen zeigen die Ergebnisse: Nicht jede Nachteule lebt automatisch ungesund – und nicht jeder Frühaufsteher ist per se fitter. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Genetik, Umwelt und Lebensstil: "Diese Subtypen werden nicht nur durch Schlafenszeiten definiert", erklärt Studienleiter Danilo Bzdok gegenüber "The Independent".

Schlaf ist individuell

Die Forscher plädieren deshalb für ein Umdenken: Statt starrer Empfehlungen brauche es personalisierte Schlaf- und Arbeitsmodelle. Gerade in einer digitalen Welt mit Home-Office und flexiblen Zeiten werde diese Vielfalt immer sichtbarer. Langfristig soll sogar geklärt werden, ob der Schlaftyp genetisch festgelegt ist.

Unabhängig vom Typ gilt: Regelmäßigkeit ist entscheidend. Feste Schlaf- und Aufstehzeiten senken Entzündungen und Krankheitsrisiken. Auch Rituale wie gedimmtes Licht, Lesen oder frische Luft am Morgen helfen dem Körper, einen stabilen Rhythmus zu finden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.02.2026, 22:40
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