Bietergefecht um Gästebuch

Benkos Villen-Schätze  – Ferrari-Rasenmäher versteigert

Um 26.033 Euro wechselte das Gästebuch von Pleitier René Benko nun den Besitzer. Jeder einzelne Posten der ersten Versteigerung wurde verkauft.
Christian Tomsits
14.07.2025, 16:47
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Der absolute Abverkauf in der italienischen Luxus-Villa von Milliarden-Schuldner René Benko (48) wurde zum vollen Erfolg: Jeder einzelne Posten (!) aus dem ehemaligen Privatbesitz des Pleitiers landete am Montagmorgen auf der Plattform "Aurena.at" unter dem Hammer – darunter ein Ferrari-Rasenmäher (GTS 220) um wohlfeile 6.200 Euro, zwei Kinder-Klositze mit "Cars"-Motiv um je 4 Euro, gravierte Zigarrenschachteln aus Edelmetall, erlesene Weine aus dem Keller, das gesamte Tafelsilber, stilgerechte Bademäntel, Handtücher oder Badeslipper im "Villa Ansaldi"-Design.

Benkos Gartentraum: Der Rasenmäher zum Aufsitzen – in feurigem Ferrari-Rot.
Screenshot

Das gesamte Mobiliar der malerisch gelegen Prunkvilla mit Helikopter-Landeplatz und direktem Zugang zum Gardasee kam unter den Hammer – von der Einrichtung der Ess- und Aufenthaltsräume über die sieben Schlafräume inklusive riesigem Plüschkuscheltier und fünf Bäder bis hin zur Profi-Gastroküche. Die Bandbreite reichte vom Design-Esstisch für 12 Personen über Metallskulpturen, Designer-Leuchten, Spiegel, Fauteuils bis hin zum Doppelbett des Immo-Tycoon.

Teuerste Posten

Highlight der Online-Auktion mit insgesamt 1.845 Positionen auf aurena.at, bei dem sich Benko-Begeisterte ein regelrechtes Bietergefecht um die besten Stücke lieferten: das Gästebuch mit Einträgen von Superstar Tina Turner, Formel-1-Legende Niki Lauda sowie dem verstorbenen italienischen Bunga-Bunga-Präsidenten Silvio Berlusconi.

"Heute" weiß, wie viel das Gästebuch einbrachte: Es wechselte um stolze 26.033 Euro brutto den Besitzer. Auf Platz 2: Die Design-Gartenlounge-Gruppe des Signa-Gründers um 13.800 Euro mit Steuern. Ebenfalls stark nachgefragt: Eine maßgefertigte rund 25 Quadratmeter große Terrassenliegefläche aus Holz, die um 12.600 Euro unterm Hammer landete – Transport nicht inkludiert.

"Liegen wie Benko" dürfte da das Motto des unbekannten Käufers gewesen sein – sitzen wie Benko wohl eher nicht. Seit dem 24. Jänner 2025 sitzt der tief gefallene Tiroler in der Justizanstalt Josefstadt in Untersuchungshaft.

Ihm wird – wie berichtet – vorgeworfen, Vermögenswerte im Rahmen der Signa-Insolvenz verheimlicht und Gläubiger sowie Investoren in Millionenhöhe geschädigt zu haben. Konkret soll er Bargeld, Luxusgüter, hochwertige Uhren und Immobilien über Stiftungen verschoben oder verkauft haben, um den Zugriff durch Masseverwalter und Behörden zu verhindern. Schon bald soll ihm der (erste) Prozess gemacht werden. Die Unschuldsvermutung gilt.

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