Gut zu wissen

Das steckt hinter dem Bommel auf der Haube

Manche Wintermützen sind mit einem Pompon verziert, doch hinter dem Wollknäuel steckt eine Bedeutung – zumindest war das früher so.
17.11.2025, 13:56
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Béret, Bucket Hat, Beanie – die Auswahl an Wintermützen ist groß. Während die einen ihre Kopfbedeckung gerne mit einem Bommel tragen, finden andere den sogenannten Pompon, wie er auf Französisch heißt, altmodisch.

Kopfschutz vor Stößen

Die Pudelmütze, wie sie auch genannt wird, hat eine lange Geschichte: Bereits im 18. Jahrhundert trugen französische Matrosen Mützen mit einem Bommel als Kopfbedeckung. Diese sollten den Kopf vor Stößen schützen, denn unter Deck waren die Decken und Balken oft niedrig.

Der Pompon wurde offiziell in die Uniformen der französischen Marine aufgenommen und ist noch heute an einigen Paradeuniformen zu sehen. Der Bommel diente sowohl als Schutz als auch zur Unterscheidung der Einheiten: Verschiedene Farben zeigten an, zu welcher Truppe ein Matrose gehörte und von welchem Rang er war – ein Brauch, der sich auch in anderen Ländern fand.

Alter Liebesbrauch

Um den Bommel an der Mütze rankt sich in Frankreich außerdem ein alter Aberglaube: Wer es schafft, den roten Bommel heimlich zu berühren, soll einen Tag lang Glück haben. Wird eine Frau dabei erwischt, gibt es, laut der Tradition, einen Kuss als Strafe.

Heute findet man Bommelmützen in allen Formen und Farben – vom klassischen Strickmodell bis zum modischen Béret mit Pompon. Der Knäuel auf dem Kopf hat heute jedoch meist nur noch rein dekorative Gründe.

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