Ein heißer Kaffee oder Tee über den Wolken – für viele gehört das einfach dazu. Doch genau dieses scheinbar harmlose Ritual sehen Flugbegleiter kritisch: Das heiße Wasser für diese Getränke wird aus internen Bordtanks bezogen, die alles andere als appetitlich sind.
Die Tanks werden regelmäßig gewartet, doch ihre Hygiene steht immer wieder in der Kritik. Crewmitglieder berichten, dass das Innere der Systeme nicht immer den Erwartungen entspricht – sowohl optisch als auch geruchlich. Im Laufe der Zeit sammeln sich außerdem Mineralablagerungen in den Rohren an.
Auch Untersuchungen bestätigen diese Bedenken: Eine US-Analyse zeigt erhebliche Unterschiede zwischen Airlines. Demnach schnitten etwa Delta Air Lines und Frontier Airlines vergleichsweise gut ab, während andere – darunter kleinere Regionalanbieter – deutlich schlechtere Bewertungen erhielten.
Ein weiterer Bericht der US-Umweltbehörde EPA zeigt, dass es in der Vergangenheit wiederholt Probleme mit der Einhaltung von Hygienestandards in Flugzeug-Wassersystemen gab. Dabei wurden teilweise Bakterien im Trinkwasser nachgewiesen.
Viele Crewmitglieder ziehen daraus klare Konsequenzen – und verzichten selbst auf Kaffee oder Tee an Bord.
Ihre Empfehlung: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zu abgefüllten Getränken greifen. Wasser aus der Flasche oder Softdrinks aus der Dose gelten als deutlich unbedenklicher.