Der Check-in ist erledigt, die Vorfreude auf den Urlaub riesig. Schnell die Zimmerkarte einstecken, den kleinen Zettel mit der Zimmernummer verstauen oder die Kartenhülle in die Tasche werfen – und los geht's. Genau dabei machen jedoch viele Reisende einen Fehler. Denn wer sorglos mit seiner Zimmernummer umgeht, verrät Fremden unter Umständen mehr, als ihm lieb ist.
In vielen Hotels wird die Zimmernummer auf einen kleinen Zettel geschrieben oder auf die Hülle der Zimmerkarte notiert. Manche Hotels drucken sie sogar direkt auf die Schlüsselkarte. Das ist zwar praktisch, weil man sich die Nummer nicht sofort merken muss, kann aber auch zum Sicherheitsrisiko werden.
Geht der Zettel oder die Karte verloren, wissen Finder sofort, in welchem Zimmer du untergebracht bist. Gelangen zusätzlich persönliche Gegenstände wie Ausweis oder Geldbörse in falsche Hände, können Kriminelle die Informationen unter Umständen miteinander verknüpfen. Deshalb gilt: Die Zimmernummer solltest du möglichst nur selbst kennen.
Viele Urlauber machen nach dem Einchecken ein Foto vom Zettel oder der Zimmerkarte oder speichern die Zimmernummer in den Notizen ihres Smartphones. Das wirkt praktisch, kann aber zum Problem werden. Geht das Handy verloren oder gerät in falsche Hände, ist sofort ersichtlich, in welchem Hotelzimmer du wohnst. Sicherer ist es, sich die Nummer einzuprägen. Falls das nicht möglich ist, solltest du sie zumindest nicht offensichtlich oder gemeinsam mit dem Hotelnamen abspeichern.
Auch Fotos können unbeabsichtigt persönliche Informationen preisgeben. Liegen die Zimmerkarte oder der Zettel mit der Zimmernummer neben dem Cocktail, Reisepass oder Autoschlüssel und landen anschließend in sozialen Netzwerken, wird die Nummer möglicherweise für viele Menschen sichtbar.
Ein kurzer Blick auf den Bildausschnitt vor dem Posten lohnt sich deshalb immer. Zimmernummern, Hotelunterlagen und andere persönliche Daten sollten auf Urlaubsfotos möglichst nicht zu erkennen sein.
Hotels achten zwar mit modernen Schließsystemen auf die Sicherheit ihrer Gäste. Trotzdem bleibt der sorgfältige Umgang mit der eigenen Zimmernummer ein wichtiger Baustein für einen unbeschwerten Urlaub.