Kanzler-Plan am Prüfstand

Längerer Wehrdienst – "Heute" hat brisante Umfrage

Neue "Heute"-Umfrage zeigt: Bevölkerung ist gespalten beim Kanzler-Plan einer Befragung zu längerem Wehrdienst. Größte Befürworter sind Grün-Wähler.
Angela Sellner
06.02.2026, 05:30
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Mit seinem Vorstoß für eine Volksbefragung zur Wehrdienstverlängerung hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) für kontroverse Diskussionen gesorgt – sowohl bei Militärexperten, die eine erhebliche Verzögerung der Reform befürchten, als auch in der Bevölkerung.

Soll die Regierung laut Empfehlung der Expertenkommission über die Wehrdienstverlängerung entscheiden und die Reform umsetzen – oder dazu das Volk befragen, wie vom Kanzler vorgeschlagen? Wie die Österreicher darüber denken, hat Unique Research für "Heute" erfragt.

So viel vorweg: "Selten war die Bevölkerung in einer politischen Frage so uneinig wie bei der Volksbefragung zur Wehrpflicht", resümiert Meinungsforscher Peter Hajek die Ergebnisse seiner Erhebung. "Selbst die FPÖ-Wählerschaft, die sonst meist einer klaren Linie folgt, zeigt sich gespalten", so Hajek weiter.

Die Details:

Knappe Mehrheit dafür

Die Bevölkerung ist gespalten, aber es gibt insgesamt eine knappe Mehrheit von 48 Prozent zugunsten der Volksbefragung. 43 Prozent sind dagegen.

„Selten war die Bevölkerung in einer politischen Frage so uneinig wie bei der Volksbefragung zur Wehrpflicht.“
Peter HajekMeinungsforscher (Unique Research)

Gegenwind

Bei den Koalitionsparteien gibt es mit 56 Prozent den größten Gegenwind von SPÖ-Anhängern. Bei Wählern von ÖVP und Neos sind je 50 Prozent für die Befragung; 47 bzw. 46 Prozent halten sie nicht für notwendig.

Grüne Befürworter

Größte Befürworter der Volksbefragung zur Wehrdienstverlängerung sind mit 58 Prozent Grün-Wähler. Dagegen sind in dieser Gruppe nur 29 Prozent. Mit 13 Prozent haben sie aber auch den größten Anteil an Unentschlossenen.

FPÖ gespalten

Komplett gespalten ist die Meinung unter den Anhängern der Freiheitlichen: Laut Umfrage sind 46 Prozent dafür, 46 Prozent dagegen.

Frauen wollen abstimmen

Frauen sind mit 53 Prozent größere Fürsprecherinnen einer Volksbefragung als Männer (42 Prozent). Jeder zweite der befragten Männer will jedenfalls keine Abstimmung.

Bei Personen mit Matura schlägt das Pendel mit 51 Prozent etwas mehr Richtung Volksbefragung aus als bei jenen ohne Matura – von letzteren sind 46 Prozent dafür.

Junge wollen mitreden

Nach Altersgruppen werde das Bild differenzierter, sagt Meinungsforscher Hajek: „Während die unter 30-Jährigen klar für eine Volksbefragung eintreten (65 Prozent), spricht sich die Generation 60+ mit 55 Prozent deutlich für die direkte Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission des Bundesheeres aus."

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