Die hohen Energiekosten belasten die Haushalte in Österreich massiv – die Stromrechnung ist, wie von "Heute"berichtet, im Jahresvergleich um knapp 36 % teurer geworden.
Das ist aber noch nicht alles: Die nächste Energie-Teuerung steht schon bevor, und zwar beim Gas. Hier droht ein veritabler Schock.
Gas wurde zwar laut Analyse der Energieagentur im Monats- und Jahresvergleich günstiger (siehe Tabelle).
Dieser Trend wird aber nicht halten. Denn Anfang 2026, mitten in der Heizsaison, steigen die Gas-Netztarife im Schnitt um 18,2 Prozent. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte Verordnungsentwurf der Regulierungsbehörde E-Control.
In manchen Bundesländern schnalzen die Gebühren fürs Gasnetz sogar um mehr als ein Drittel nach oben. In Kärnten sind es 35 Prozent, für einen Durchschnittshaushalt (rund 15.000 kWh Gas-Jahresverbrauch) bedeuten das 142 Euro jährliche Mehrkosten, also fast zwölf Euro pro Monat.
Hauptgrund für den starken Anstieg dieser Netzentgelte ist, dass immer weniger Haushalte mit Gas heizen – dadurch verteilen sich die Netzkosten auf weniger Kunden. Außerdem ist Österreich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine kein Gas-Transitland mehr – wir bleiben auf den Pipeline-Kosten sitzen.
Ziel muss laut Regulierungsbehörde E-Control sein, die Gasnetze zu verkleinern – hier will man Druck machen. Das sei jedoch ein langwieriger Prozess. Und die gesetzliche Anschlusspflicht bremse.