Arbeit ist etwas Positives - doch für manche wird sie zur regelrechten Sucht. Betroffene sehen in ihrem Job ihr ganzes Selbstwertgefühl und können sich nicht mehr abgrenzen. Sie arbeiten zwanghaft und streben nach ständiger Perfektion.
Experten warnen: Wer dauerhaft mehr als 50 Stunden pro Woche arbeitet, ist gefährdet. Besonders betroffen sind engagierte Führungskräfte und Selbstständige. Frauen haben dabei ein höheres Risiko als Männer.
Die Warnsignale sind oft subtil, wie computerwoche.de berichtet. Wer auch in der Freizeit ständig an die Arbeit denkt, den Perfektionismus nicht mehr abstellen kann oder körperliche Entzugserscheinungen im Urlaub spürt, sollte aufmerksam werden.
Der erste Schritt: Freunde und Familie einweihen und ihnen erlauben, einen auf zu viel Arbeit darauf anzusprechen. Freizeittermine sollten genauso verbindlich sein wie Geschäftstermine.
Weitere hilfreiche Maßnahmen: Mobile Geräte am Abend ausschalten und Zeitinseln schaffen, an denen man nicht arbeiten kann. Auch das Delegieren von Aufgaben und das Vertrauen in andere sind wichtig.
Das Wichtigste: Das Selbstwertgefühl sollte nicht ausschließlich von der Arbeit abhängig sein. Wer viele der genannten Symptome bei sich erkennt, sollte professionelle Unterstützung bei einem Arzt oder Psychologen suchen. Arbeitssucht lässt sich gut behandeln.