Ein Stück zum Kaffee, eines gegen das Nachmittagstief – und plötzlich fehlt die halbe Tafel. Am 13. September gibt es für Schoko-Fans zumindest einen passenden Anlass dafür: Dann wird der Internationale Tag der Schokolade gefeiert. Und die süße Versuchung hat sogar mehr zu bieten als guten Geschmack. Vor allem dunkle Schokolade bringt Inhaltsstoffe mit, die durchaus interessant für unseren Körper sind.
Das Datum kommt nicht von ungefähr: Am 13. September 1857 wurde Milton S. Hershey geboren. Der spätere Gründer der Hershey Chocolate Company machte Schokolade in den USA zu einem Produkt für die breite Masse.
Der 13. September wird deshalb heute als International Chocolate Day begangen. Ganz exklusiv hat dieser Tag die Schokolade allerdings nicht für sich: Rund um den Globus existieren gleich mehrere Aktionstage für Kakao und Schokolade.
Schokolade gilt meist als klassische Süßigkeit – doch Kakao bringt durchaus wertvolle Inhaltsstoffe mit. Besonders interessant sind sogenannte Flavanole, sekundäre Pflanzenstoffe, die vor allem in dunkler Schokolade stecken.
Sie können die Bildung von Stickstoffmonoxid in den Blutgefäßen unterstützen. Dadurch können sich die Gefäße besser entspannen und die Durchblutung verbessern. Untersuchungen bringen Kakaoflavanole deshalb unter anderem mit positiven Effekten auf die Gefäßfunktion und den Blutdruck in Verbindung.
Dunkle Schokolade liefert außerdem unter anderem Magnesium, Eisen, Kupfer und Zink. Grundsätzlich gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto mehr Kakaobestandteile enthält die Schokolade.
Wer beim Naschen auch auf die Inhaltsstoffe schaut, ist mit dunkler Schokolade meist besser beraten. Sie enthält deutlich mehr kakaohaltige Bestandteile und damit potenziell mehr Flavanole als Milchschokolade. Häufig enthält sie außerdem weniger Zucker.
Eine große Beobachtungsstudie aus dem Jahr 2024 lieferte zudem einen interessanten Hinweis: Der regelmäßige Verzehr dunkler Schokolade war darin mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden. Bei Milchschokolade zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Das beweist allerdings nicht, dass dunkle Schokolade vor Diabetes schützt.
So schön die möglichen Vorteile klingen: Aus Schokolade wird dadurch kein Medikament. Auch dunkle Varianten liefern reichlich Kalorien und können viel Fett und Zucker enthalten. Zudem schwankt der Flavanolgehalt je nach Sorte und Verarbeitung erheblich. Ernährungsexperten raten deshalb eher zu kleinen Mengen dunkler Schokolade als zu einer täglichen Großpackung. Wer möglichst viele Kakaobestandteile möchte, kann beispielsweise zu Sorten mit 70 Prozent Kakao oder mehr greifen.