Ständige Erschöpfung, Migräneattacken oder Konzentrationsprobleme? Oft steckt kein Stress, sondern Magnesiummangel dahinter, den viele anfangs nicht sofort bemerken. Diese sieben Symptomen könnten bereits verraten, ob der Körper mehr vom Mineralstoff braucht.
"Magnesium wird oft als der 'stille Regulator' des Körpers bezeichnet", erklärt Karishma Shah, Ernährungswissenschaftlerin und Gesundheitspsychologin, gegenüber der britischen "Vogue". Für Frauen ist Magnesium ein grundlegender Mineralstoff, der den Hormonhaushalt, die Energieproduktion, die Knochendichte und sogar die Stimmungsregulation enorm beeinflusst.
Wer mit dem Einschlafen zu kämpfen hat, könnte unter einem Magnesiummangel leiden: Das Mineral hilft nämlich bei der Regulierung von Neurotransmittern, die das Gehirn beruhigen. Ist der Magnesiumspiegel niedrig, kann es schwierig werden, einzuschlafen, durchzuschlafen oder wirklich erholsamen Schlaf zu finden. Auch ständiges Augenzucken oder Muskelkrämpfe könnten ein subtiler Hinweis auf einen Magnesiummangel sein.
Falls man sich trotz gesunder Ernährung, regelmäßigem Sport und ausreichendem Schlaf erschöpft fühlt, könnte ein niedriger Magnesiumspiegel im Körper verantwortlich dafür sein: Für die Produktion von Adenosintriphosphat, der Energieträger der Zellen, ist das Mineral besonders wichtig. Liegt ein Magnesiummangel vor, gerät die Energieproduktion ins Stocken. Das Ergebnis: Man fühlt sich träge, müde und total ausgelaugt.
Auf die Psyche kann ein Magnesiummangel sich auch auswirken: Der Nährstoff beruhigt das Nervensystem, unterstützt die Serotoninproduktion im Hirn und ist für das emotionale Gleichgewicht essenziell. Sinkt der Magnesiumspiegel, reagiert der Körper oft mit Symptomen wie Angstzuständen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder sogar leichten Depressionen.
Wiederkehrende Kopfschmerzen oder menstruelle Migräne können auch mit einem niedrigen Magnesiumspiegel zusammenhängen. Ist der Magnesiumwert im Körper niedrig, können Migräneanfälle häufiger und intensiver auftreten. Das Mineral kurbelt auch den Hormonhaushalt an, in dem er dabei hilft, Cortisolwerte zu regulieren sowie die Östrogen- und Progesteronproduktion im Körper zu unterstützen.
Bei einem niedrigen Magnesiumspiegel können PMS-Symptome wie Krämpfe, Blähungen und Stimmungsschwankungen stärker auftreten, insbesondere während hormoneller Umstellungen. "Von der Linderung von PMS-Krämpfen bis zum Ausgleich von Stresshormonen wie Cortisol sorgt Magnesium dafür, ein Gleichgewicht herzustellen. Frauen sind aufgrund von Faktoren wie Menstruation, Schwangerschaft, Stillen und hohem Stresslevel auch anfälliger für Mangelerscheinungen – daher ist Magnesium für die Vitalität von Frauen unverzichtbar", betont Shah gegenüber dem internationalen Modemagazin.
Der Mineralstoff hilft bei der Regulierung der Muskelkontraktionen im Verdauungstrakt und sorgt so für einen reibungslosen Ablauf. Bei einem niedrigen Magnesiumspiegel kann das zu Blähungen, Krämpfen und unregelmäßigem Stuhlgang führen, was sich bei Frauen oft in Form von Verstopfung oder Durchfall äußert und manchmal mit dem Reizdarmsyndrom verwechselt wird.
Magnesium ist auch für die Aufrechterhaltung der Herzaktivität enorm essenziell. Ein niedriger Magnesiumspiegel kann das Gleichgewicht im Herzen stören und unregelmäßige Herzschläge, Herzrhythmusstörungen oder Herzklopfen auslösen. "Neben diesen Anzeichen für einen Magnesiummangel kann eine einfache Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob Sie unter Magnesiummangel leiden", rät Diätologin und Wellness-Expertin Neha Sahaya im "Vogue"-Interview. "Wenn dieser Mangel jedoch nicht behoben wird, kann er sich langfristig auf die Knochendichte und die Blutzuckerregulation auswirken."
Lebensmittel wie dunkle Schokolade, Nüsse, dunkles Blattgemüse oder Avocados sind reich an Magnesium. Wenn über die Ernährung trotzdem nicht genug vom Mineralstoff aufgenommen wird, kann ein qualitatives Supplement dabei helfen, den Magnesiumspiegel im Körper anzukurbeln. Der Magnesiumbedarf steigt je nach den individuellen Umständen – stillende Frauen benötigen beispielsweise oft mehr Magnesium. In Absprache mit dem Hausarzt sollte dennoch vor der Einnahme solcher Nahrungsergänzungsmittel sichergestellt werden, welche Dosierung für einen selbst optimal ist.