Brisante "Heute"-Umfrage

Teuerungs-Alarm: 85 % spüren die hohen Preise im Alltag

Neue "Heute"-Umfrage zeigt, wie dringend der Kampf gegen die Inflation ist: Quer durch die Parteien leidet die Mehrheit der Wähler unter der Teuerung.
Angela Sellner
17.11.2025, 05:30
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Energie bis Lebensmittel: Die Österreicher stöhnen unter steigenden Rechnungen. Die Inflation liegt nach wie vor bei hohen 4 Prozent, deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone.

Für "Heute" hat Unique Research erfragt, inwieweit die Menschen die Teuerung im Alltag spüren. Die Ergebnisse sind mehr als eindeutig:

Hohe Preise treffen alle

Eine große Mehrheit von 85 Prozent bekennt, im Alltag von der Teuerung betroffen zu sein (46 Prozent "sehr", 39 Prozent "eher“). Nur 12 Prozent erklären, die Teuerung wenig zu spüren, zwei Prozent merken gar nichts.

Frauen zeigen sich mit insgesamt 87 Prozent etwas stärker betroffen als Männer (83 Prozent). Bei den Frauen spüren 52 Prozent die Teuerung sogar sehr, bei Männern sind das 40 Prozent. Der tägliche Einkauf im Supermarkt dürfte nach wie vor eher Frauensache sein.

Quer durch Altersgruppen

In der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen wirkt sich die Teuerung am stärksten aus (89 Prozent). Aber auch bei den Jungen (16 bis 29 Jahre) und Älteren (60+) spüren mehr als 80 Prozent die hohen Preise.

„In keiner Gruppe gibt es eine Mehrheit, die sagt, dass man keine finanzielle Begrenzung wahrnimmt.“
Peter HajekMeinungsforscher (Unique Research)

Quer durch die Parteien leidet die Mehrheit unter der Teuerung. Am meisten betroffen zeigen sich FPÖ-Wähler (92 Prozent) und SPÖ-Anhänger (88 Prozent).

Bei den Neos-Wählern finden sich mit 25 Prozent die vergleichsweise meisten, welche die Teuerung "wenig" oder "gar nicht" spüren. Bei Anhängern der ÖVP sind das 24 Prozent.

"Menschen mit besserem Einkommen – etwa Neos-Wähler oder Menschen mit Matura – spüren die Teuerung weniger", kommentiert Meinungsforscher Peter Hajek die Ergebnisse – „aber in keiner Gruppe gibt es eine Mehrheit, die sagt, dass man keine finanzielle Begrenzung wahrnimmt".

Auch aus anderen Umfragen wisse er, dass das Thema Teuerung ganz oben auf der Agenda steht und die Themen Migration oder Klimaschutz verdrängt hat", erklärt Hajek.

Von der Politik erwartet die Bevölkerung, dass der vielfach thematisierte Kampf gegen die Teuerung endlich Wirkung zeigt. Maßnahmen gegen die hohen Preise – etwa das Gesetz gegen "Shrinkflation" und das Vorgehen gegen den "Österreich-Aufschlag – werden diese Woche auch Thema im Parlament.

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