Tierische Wahl

Tier des Jahres 2027 - diese Kandidaten stehen zur Wahl

Ein fleißiger Baumeister, ein frecher Autoknacker und ein winziger Kletterkünstler: Drei Säugetiere kämpfen um den Titel "Tier des Jahres 2027".
12.10.2026, 10:31
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Wer macht das Rennen? Der mächtige Biber, der gewitzte Steinmarder oder doch die winzige Zwergmaus? Der Naturschutzbund Österreich ruft auch heuer wieder zur großen Publikumswahl auf.

Bis zum 1. November 2026 können Naturfreunde auf der Website des Naturschutzbundes für ihren Favoriten abstimmen. Doch hinter der tierischen Wahl steckt eine ernste Botschaft: Alle drei Kandidaten leiden unter der zunehmenden Zerschneidung ihrer natürlichen Lebensräume.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Drei Kandidaten mit besonderen Talenten

Der Biber – der Landschaftsarchitekt: Mit seinen orangefarbenen, eisenverstärkten Nagezähnen fällt der bis zu einem Meter lange Vegetarier sogar Bäume. Aus Ästen und Stämmen errichtet er beeindruckende Dämme und Burgen. Damit schafft der fleißige Baumeister wertvolle Feuchtgebiete, von denen zahlreiche andere Tierarten profitieren. Ein echter Ökosystem-Ingenieur!

Der Steinmarder – der freche Nachbar: Er turnt über Dachböden, macht es sich in Scheunen gemütlich und ist als gelegentlicher Autokabel-Knabbler nicht gerade überall beliebt. Dabei ist der nachtaktive Allesfresser ein faszinierender Überlebenskünstler, der sich hervorragend an die Nähe des Menschen angepasst hat. Von Mäusen über Insekten bis zu Obst steht fast alles auf seinem Speiseplan.

Die Zwergmaus – die kleine Akrobatin: Gerade einmal fünf bis siebeneinhalb Zentimeter misst Österreichs kleinstes Nagetier ohne Schwanz. Mit ihrem beweglichen Greifschwanz klettert sie geschickt durch hohe Gräser und baut kunstvolle, kugelrunde Nester zwischen den Halmen. Doch ausgerechnet ihre bevorzugten Lebensräume – Feuchtwiesen, naturbelassene Ufer und hohe Grasbestände – verschwinden zunehmend durch intensive Landwirtschaft.

Jede Stimme zählt!

Mit der Wahl möchte der Naturschutzbund auf die besonderen Fähigkeiten, aber auch auf die Gefährdung unserer heimischen Wildtiere aufmerksam machen. Denn Straßen, Siedlungen und intensiv genutzte Agrarflächen machen es vielen Arten immer schwerer, geeignete Lebensräume zu finden.

Wer seinem Favoriten zum Titel verhelfen möchte, kann noch bis Sonntag, 1. November 2026, online abstimmen. Unter allen Teilnehmenden verlost der Naturschutzbund außerdem spannende Naturbücher. Der Gewinner wird Anfang 2027 im Rahmen der Präsentation der "Arten des Jahres" bekannt gegeben.

red, 12.10.2026, 10:31