Beschluss im Ministerrat

770 Millionen €: Regierung schmiedet "Klima-Sozialplan"

Die Regierung hat am Mittwoch Klimamaßnahmen im Gebäude- und Verkehrsbereich angekündigt. Für diesen "Klima-Sozialplan" gibt es 770 Millionen Euro.
21.10.2026, 13:47
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Die Welt ist "gefährlich weit" vom Erreichen der festgelegten Klimaziele entfernt. Davor warnte der jüngste Bericht des UNO-Umweltprogramms am Mittwoch. Wird die aktuelle Klimapolitik unverändert fortgesetzt, steuert die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu.

Überflutungen, Hitzewellen werden zunehmen

Die Folge: ein stark erhöhtes Risiko für tödliche Überflutungen, Waldbrände und Hitzewellen. Selbst im opstimistischsten Szenario liegen die Durchschnittstemperaturen bis Mitte des Jahrhunderts 1,7 oder 1,8 Grad höher als im Vorindustrie-Zeitalter.

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Zur Erinnerung: Im Pariser Klimaabkommen hatte sich die Staatengemeinschaft 2015 darauf geeinigt, die Erderwärmung jedenfalls unter zwei Grad, im Idealfall aber auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die nächste Weltklimakonferenz findet bereits in knapp drei Wochen im türkischen Antalya statt. Mit dabei sind knapp 200 Staaten.

Ebenfalls am Mittwoch hat die Die Bundesregierung im Ministerrat einen "Klima-Sozialplan" beschlossen. Der ist insgesamt rund 770 Millionen Euro schwer. Mit dem Plan sollen bis 2032 in Österreich Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen im Straßenverkehr und im Gebäudesektor finanziert werden. Das hat das Finanzministerium mitgeteilt.

Gleichzeitig sieht der Plan eine finanzielle Entlastung von einkommensschwachen Haushalte, Kleinstunternehmen und Verkehrsteilnehmende vor. Der Plan wurde bereits der EU-Kommission übermittelt, heißt es.

Hintergrund ist der Start der zweiten Phase des europäischen Emissionshandels (EU-ETS2) im Jahr 2028. Dann werden auch die Sektoren Gebäude und Verkehr in das EU-weite System zur Verringerung der Treibhausgasemissionen einbezogen.

Von den rund 770 Millionen Euro werden rund 60 Prozent in Verbesserungen an Gebäuden investiert, 40 Prozent in Verkehrsmaßnahmen. Die Mittel stammen großteils aus dem Emissionshandel (577,8 Millionen Euro, den Rest von 192,6 Millionen Euro steuert Österreich bei.

Konkret ist im Gebäudebereich laut Finanzministerium unter anderem die Unterstützung thermischer Sanierungen von Gebäuden karitativer und gemeinnütziger Organisationen geplant

Mehr E-Busse, bessere Radwege

Im Verkehr wiederum sollen unterdessen E-Busse sowie E-Nutzfahrzeuge für Kleinstunternehmen gefördert werden. Zudem ist die Verbesserung der Fuß- und Radweginfrastruktur geplant.

pol, 21.10.2026, 13:47