Die Tage werden kühler, morgens bleibt es länger dunkel und irgendwann kommt dieser eine Moment: Du drehst zum ersten Mal seit Monaten die Heizung auf. Was dabei allerdings ebenfalls wieder in Bewegung geraten kann, hat sich den ganzen Sommer über unbemerkt zwischen Lamellen und Ritzen versteckt: Staub, Haare und Flusen warten dort regelrecht auf ihren großen Auftritt. Bevor die Heizsaison richtig losgeht, lohnt sich deshalb eine kleine Putzaktion – und dafür brauchst du nicht einmal einen speziellen Heizkörperreiniger.
Auf glatten Oberflächen ist Staub schnell entdeckt und weggewischt. Schwieriger wird es im Inneren des Heizkörpers. Gerade zwischen engen Lamellen und in kleinen Zwischenräumen können sich über Monate Ablagerungen ansammeln.
Das ist nicht nur eine optische Angelegenheit: Bei stärkerer Verschmutzung kann eine dickere Staubschicht die Wärmeabgabe beziehungsweise die Luftzirkulation beeinträchtigen. Ein paar Flusen treiben deshalb zwar nicht plötzlich deine Heizkosten in die Höhe – ein sauberer Heizkörper kann seine Wärme aber möglichst ungehindert an den Raum abgeben.
Es gibt noch einen Grund, das Putzen vor dem ersten richtigen Aufdrehen zu erledigen. Wird der Heizkörper warm, steigt erwärmte Luft nach oben. Dabei können abgelagerte Staubpartikel aufgewirbelt und im Raum verteilt werden. Gerade für Menschen, die empfindlich auf Staub reagieren, ist das wenig angenehm. Außerdem kann erhitzter Staub für den typischen Geruch sorgen, den manche beim ersten Heizen nach dem Sommer wahrnehmen.
Für die schwer zugänglichen Stellen musst du nicht gleich neues Putzzeug kaufen. Eine ausrangierte, saubere Zahnbürste kommt mit ihren Borsten genau dorthin, wo ein normales Tuch kaum eine Chance hat. Entferne zunächst möglichst viel losen Staub mit dem Staubsauger. Anschließend kannst du vorsichtig mit der Zahnbürste durch Lamellen, Kanten und kleine Ritzen gehen. Der dabei gelöste Schmutz lässt sich danach absaugen oder mit einem leicht feuchten Tuch aufnehmen.
Wichtig: Der Heizkörper sollte beim Reinigen ausgeschaltet und vollständig abgekühlt sein. Wasser sollte außerdem nicht in elektrische Komponenten gelangen – bei elektrischen Heizgeräten gelten die Reinigungshinweise des Herstellers.
Der größte Vorteil: Solange die Heizung noch nicht regelmäßig läuft, kannst du dir für die Reinigung Zeit lassen, ohne dich an heißen Oberflächen herumzuärgern.