Die Entscheidung, dass Israel fix beim kommenden "Eurovision Song Contest" in Wien dabei ist, sorgt bei einigen Österreichern für Nervosität. Bei der jüngsten Austragung in Basel kam es zu turbulenten Szenen: Demonstrationen, Unruhen und sogar Störungen der Live-Show hatten dort das musikalische Fest überschattet.
In der Halle mussten im TV Applaus-Einspielungen herhalten, weil viele aus dem Publikum lautstark buhten. "Am Ende des israelischen Auftritts versuchten ein Mann und eine Frau über die Absperrung auf die Bühne zu gelangen", erklärte ein Sprecher außerdem. Ein Angriff auf die Teilnehmerin Yuval Raphael konnte jedoch verhindert werden.
Auch aus der heimischen Politik gab es bereits laute Sicherheitsbedenken. Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger erklärte in einem APA-Interview, der Wettbewerb könne "anti-israelische Stimmung, Antisemitismus und linksextreme Tendenzen" fördern.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann versucht zu beruhigen. Bei einer Pressekonferenz in der Wiener Stadthalle kündigte er ein umfassendes Maßnahmenpaket an und betonte, Sicherheit sei ein "großes Thema".
Auch Cyber-Schutz stehe weit oben auf der Liste: "Wir arbeiten ein 360-Grad-Paket ab." Unterstützung kommt von Stadthallen-Chef Thomas Waldner, für den die Vorbereitung "eine Herausforderung, aber eine, der wir in Österreich gewachsen sind" sei.
Sein Versprechen an die internationalen Gäste ist deutlich: "Wir werden sehr viel Aufwand betreiben, dass sich alle Menschen sicher fühlen können."