Umfrage deckt Wissenslücke auf

Diesen Heiz-Tipp kennt fast die Hälfte nicht

Viele Häuser schützen weder gut vor Kälte noch vor Hitze. Fünf Maßnahmen können das Raumklima das ganze Jahr über verbessern.
25.10.2026, 16:36
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Im Winter soll es drinnen warm, im Sommer möglichst kühl sein. Doch viele Häuser sind für längere Hitzeperioden schlecht gerüstet.

Mit den sinkenden Temperaturen werden in vielen Haushalten wieder die Heizungen aufgedreht. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Umfrage, dass zahlreiche Wohngebäude weder mit Kälte noch mit starker Sommerhitze gut zurechtkommen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Im "Heat Trap Homes"-Report von MyHammer erklärten 37 Prozent der Befragten, ihr Zuhause sei nicht auf die heutigen klimatischen Bedingungen vorbereitet. 36 Prozent litten während des Sommers unter Schlafproblemen. Bei 19 Prozent war das Schlafzimmer zeitweise nicht nutzbar.

Modernisierungen sollten deshalb nicht ausschließlich darauf abzielen, im Winter Wärme im Gebäude zu halten. Fehlen Belüftung und Sonnenschutz, können gut abgedichtete Räume im Sommer zur Hitzefalle werden. "Wer also in diesem Winter Arbeiten am Haus plant, sollte sich bei jeder Maßnahme eine Frage stellen: Funktioniert das für mich auch während einer Hitzewelle?", sagt MyHammer-Experte Daniel Gottschalk.

Fünf Tipps für ein angenehmes Zuhause zu jeder Jahreszeit

Thermo- und Verdunkelungsvorhänge können zu jeder Jahreszeit helfen. Im Winter sollten sie tagsüber geöffnet werden, damit Sonnenwärme in die Räume gelangt. Nach Sonnenuntergang halten schwere Stoffe einen Teil der Kälte an den Fenstern ab.

Im Sommer gilt das Gegenteil. Während der heißesten Stunden sollten Vorhänge, Rollläden und Jalousien geschlossen bleiben. Besonders wirksam ist außenliegender Sonnenschutz, weil er die Strahlen bereits vor dem Fensterglas abfängt.

Wissenslücke bei Wärmepumpe

Wer seine Heizung erneuern oder eine Klimaanlage einbauen möchte, kann eine reversible Wärmepumpe prüfen lassen. Bei warmem Wetter transportieren sie überschüssige Wärme nach draußen und lassen im Innenraum kühlere Luft zirkulieren. Im Winter entzieht sie der Umgebung Wärme und gibt diese an das Gebäude ab.

Überraschend: 44 Prozent der Befragten wussten nicht, dass manche Wärmepumpen ihr Zuhause sowohl kühlen als auch heizen können.

Bei warmem Wetter transportieren reversible Wärmepumpen überschüssige Wärme nach draußen und lassen im Innenraum kühlere Luft zirkulieren. Damit können sie ähnlich wie eine Klimaanlage für Abkühlung sorgen.
iStock

Je nach Anlage und Bedingungen können aus einer Kilowattstunde Strom etwa drei bis vier Kilowattstunden Wärme entstehen. Im Sommer lässt sich der Vorgang bei geeigneten Modellen umkehren. Dann wird Wärme aus den Wohnräumen nach außen transportiert.

Nicht jede Wärmepumpe und jedes Heizsystem eignet sich dafür. Vor einer Entscheidung sollte deshalb ein Fachbetrieb prüfen, welche Lösung zum Gebäude passt.

Dämmung wirkt in beide Richtungen

Eine gute Dämmung hält nicht nur im Winter die Wärme im Haus. Sie kann auch verhindern, dass sich Räume im Sommer schnell aufheizen. Besonders wichtig ist der Dachboden.

Durch undichte Stellen und Fugen kann sowohl kalte als auch warme Luft ins Haus gelangen.
Pexels / Onur

Ist er zugänglich, lässt sich die vorhandene Dämmschicht zumindest oberflächlich prüfen. Dünne Stellen, Lücken oder ungleichmäßig verlegtes Material beeinträchtigen die Wirkung. Ob eine Erneuerung nötig ist, sollte im Zweifel ein Fachbetrieb beurteilen.

Undichte Fugen schließen

Durch Spalten an Fenstern und Türen dringt im Winter kalte und im Sommer warme Luft ein. Deshalb lohnt es sich, Rahmen, Fußleisten und Anschlüsse an Außenwänden auf undichte Stellen zu kontrollieren.

Das Abdichten darf allerdings nicht zulasten der Belüftung gehen. Werden ältere Häuser deutlich dichter gemacht, muss Feuchtigkeit weiterhin entweichen können. Andernfalls kann sich Schimmel bilden.

Sonne vor dem Fenster stoppen

Große Fensterflächen können im Sommer viel Wärme ins Haus bringen. Besonders Räume mit Fenstern nach Süden oder Westen heizen sich schnell auf.

Außenjalousien, Rollläden und Markisen stoppen die Strahlen vor der Scheibe. Wer ohnehin neue Fenster plant, kann auch eine Sonnenschutz-Verglasung in Betracht ziehen.

Fenster, Dämmung, Beschattung und Belüftung sollten dabei gemeinsam geplant werden. Erst ihr Zusammenspiel sorgt dafür, dass es im Winter warm bleibt, ohne dass die Wohnung im Sommer überhitzt.

red, 25.10.2026, 16:36
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