Noch einmal umdrehen, die Augen schließen und gemütlich weiterschlafen. Was an einem gewöhnlichen Sonntagmorgen oft nur ein Wunsch bleibt, wird am kommenden Wochenende tatsächlich möglich. Denn es werden wieder die Uhren umgestellt – und diesmal bekommen wir eine ganze Stunde geschenkt. Doch während sich viele über die zusätzliche Schlafenszeit freuen, hat die Umstellung auch ihre Schattenseiten.
In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit. Um Punkt 3 Uhr früh werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), umgangssprachlich auch Winterzeit genannt. Die meisten Smartphones, Computer und Funkuhren erledigen die Umstellung automatisch. Bei älteren Armbanduhren, Wanduhren oder manchen Haushaltsgeräten musst du selbst Hand anlegen.
So schön die zusätzliche Stunde Schlaf klingt, sie hat einen Haken: Am Abend wird es nach der Uhrzeit künftig eine Stunde früher dunkel. Dafür geht die Sonne morgens wieder früher auf. Besonders für alle, die nach der Arbeit noch draußen unterwegs sind, macht sich die Veränderung bemerkbar. Wanderer und Bergsteiger sollten ihre Touren entsprechend planen und rechtzeitig den Rückweg antreten. Gerade im Herbst kann die frühe Dunkelheit schnell zur Gefahr werden.
Auch unser Körper muss sich erst umgewöhnen: Manche Menschen reagieren auf die verschobenen Schlafenszeiten mit Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen. Wer empfindlich ist, kann seinen Rhythmus schon einige Tage vorher schrittweise anpassen.
Während bei uns weiterhin zweimal jährlich an der Uhr gedreht wird, hat die kanadische Provinz British Columbia einen Schlussstrich gezogen. Dort wurden die Uhren am 8. März 2026 zum letzten Mal auf Sommerzeit vorgestellt. Wenn Anfang November in weiten Teilen Kanadas wieder die Winterzeit beginnt, bleibt die Uhr in Vancouver und großen Teilen der Provinz unverändert.
Künftig gilt dort ganzjährig UTC−7. Die Regierung erhofft sich davon unter anderem eine einfachere Planung für Familien und Unternehmen. In einzelnen Regionen gelten Sonderregelungen.
Auch in der EU wird seit Jahren über ein Ende der Zeitumstellung diskutiert. Bereits 2018 legte die EU-Kommission einen entsprechenden Vorschlag vor. Das Europäische Parlament unterstützte die Abschaffung 2019. Doch die Mitgliedstaaten konnten sich bislang nicht einigen. Deshalb bleibt in Österreich vorerst alles beim Alten. Die nächste Umstellung auf Sommerzeit ist bereits für den 28. März 2027 vorgesehen.
Du weißt nie, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird? Dann merke dir einfach die Gartenmöbel-Regel: Im Frühjahr kommen die Möbel nach draußen – die Uhr wird vorgestellt. Im Herbst wandern sie wieder hinein – die Uhr wird zurückgestellt.