Pechtag

Düsteres Datum – darum fürchten viele Freitag, den 13.

Seit Jahrhunderten gilt der heutige Tag als Unglücksdatum. Doch ist die Angst wirklich berechtigt?
Heute Life
13.02.2026, 10:38
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Kaum taucht im Kalender ein Freitag, der 13., auf, steigt bei vielen der Puls ein kleines Stück höher: Termine werden verschoben, Flüge umgebucht oder wichtige Entscheidungen vertagt. Andere wiederum zucken nur mit den Schultern. Doch warum löst ausgerechnet dieses Datum seit Jahrhunderten Unbehagen aus – und was steckt wirklich dahinter?

Woher kommt der Aberglaube?

Die Angst vor Freitag, dem 13., ist kein modernes Phänomen. Historiker führen die Skepsis gegenüber der Zahl 13 unter anderem auf religiöse Überlieferungen zurück: Beim letzten Abendmahl saßen 13 Personen am Tisch – Judas, der Verräter, war der dreizehnte Gast. Auch in der nordischen Mythologie gilt die 13 als Unglückszahl, nachdem der Gott Loki als ungeladener Dreizehnter erschien und Chaos auslöste.

Der Freitag selbst hatte ebenfalls keinen guten Ruf: Im Christentum gilt er als Tag der Kreuzigung Jesu. Die Kombination aus "unglücklicher Zahl" und "ungünstigem Wochentag" machte das Datum schließlich zu einem Symbol des Pechs.

Echte Angst

Tatsächlich gibt es für die übersteigerte Furcht sogar einen wissenschaftlichen Begriff, nämlich Paraskevidekatriaphobie. Psychologen erklären, dass Aberglaube oft dann entsteht, wenn Menschen versuchen, Zufälle oder Unglück rational zu erklären: Wer einmal an einem Freitag, dem 13., Pech hatte, merkt sich dieses Ereignis besonders gut – positive Erfahrungen dagegen verblassen schneller.

Passiert an diesem Tag wirklich mehr?

Die spannende Frage lautet: Gibt es an einem Freitag, dem 13., tatsächlich mehr Unfälle oder Katastrophen? Studien liefern keine eindeutigen Beweise dafür, dass das Datum objektiv gefährlicher wäre als andere Tage. Eine Analyse aus Großbritannien konnte keinen signifikanten Anstieg von Verkehrsunfällen feststellen.

Psychologen erklären die Faszination mit einem einfachen Mechanismus: Aberglaube gibt Struktur in einer Welt voller Unsicherheiten. Wenn wir glauben, bestimmte Tage seien "gefährlich", vermittelt uns das paradoxerweise Kontrolle – weil wir glauben, uns darauf einstellen zu können. Freitag, der 13., ist damit weniger ein Unglückstag als ein Spiegel unserer eigenen Ängste.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 11:00, 13.02.2026, 10:38
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen